Liste der Wappen Grönlands
Die Liste der Wappen Grönlands beschreibt alle in Grönland
geführten nationalen und kommunalen Wappen.
Landeswappen
| Lage | Wappen | Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Datei:Greenland edcp location map.svg | Datei:Coat of arms of Greenland.svg | Grönland |
Das Wappen entstand in Vorläuferformen ab 1666. Das heutige Wappen wurde 1987 offiziell eingeführt. Es zeigt einen Eisbären auf blauem Grund.[1][2] |
Kommunalwappen seit 2009
| Lage | Wappen | Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Datei:Avannaata Kommunia locator map.svg | Datei:Avannaata-coat-of-arms.jpg | Avannaata Kommunia |
Das Wappen wurde von Maria Dorph gestaltet. Es ist blau mit einem diagonalen weißen Band. Im oberen linken Bereich befindet sich ein gelber vierzackiger Stern, der für ein gemeinsames Ziel steht, auf blauem Grund, welcher das Klima symbolisiert. Die vier Hunde auf dem weißen Band symbolisieren die vier Städte der Kommune sowie das Meereis. Die Hunde schauen sich an und stehen somit für die Zusammenarbeit. Im unteren rechten Bereich befindet sich ein Heilbutt auf blauem Grund. Der Fisch symbolisiert die wirtschaftliche Grundlage der Kommune und die blaue Farbe das Meer.[3] |
| Datei:Kommune Kujalleq locator map.svg | Datei:Kujalleq-coat-of-arms.svg | Kommune Kujalleq |
Das Wappen ist in Silber und Rot geteilt und hat ein eingebogenes Schildhaupt in verwechselten Farben. Der en face, also dem Betrachter zugewandte, gehörnte Widderkopf wechselt im Schild ebenso die Farben. Das Wappen wurde von Sys Abrahamsen gestaltet. Der Widderkopf symbolisiert die Schafzucht als wirtschaftliche Grundlage der Kommune. Die stilisierte Sonne symbolisiert das gute Wetter, ist aber in ihren Farben auch eine Anspielung auf die grönländische Flagge |
| Datei:Qaasuitsup-coat-of-arms.svg | Qaasuitsup Kommunia (2018 aufgelöst) |
In Blau acht geleinte weiße Schlittenhunde von hinten, deren blaue Leinen über eine weiße breite Schneefläche sichtbar und an zwei aus dem Schildrand ragenden hochgebogenen Schlittenkufen befestigt sind. Über den Hunden schweben unter einem zwischen den Schildrand als Schildhaupt gelegten silbernen Polarlicht mit drei spitzen Einschnitten an seiner Unterseite balkenweise ein aufgehender silberner Mond mit der Öffnung nach links zeigend, eine silberne Sonne ohne Gesicht mit kurzen Strahlen und eine silberne Schneeflocke. Das Wappen wurde vom Künstler Kristian Fly entworfen. Die acht Hunde stehen vermutlich für die acht Städte der Kommune.[5] | |
| Datei:Kommune Qeqertalik locator map.svg | Datei:Qeqertalik-coat-of-arms.jpg | Kommune Qeqertalik |
Das Wappen wurde von Julius Jeremiassen gestaltet und ist eine Karte, auf der alle Städte und Dörfer der Kommune mit einem Stern markiert sind.[6] |
| 100px | Datei:Qeqqata-coat-of-arms.svg | Qeqqata Kommunia |
In Blau ein grauer Balken mit zwei nach oben gehenden Wellen in deren Wellental ein weißer Eisberg hervorragt und von zwei weißen fünfzackigen Sternen begleitet wird. Unten sind sechs (3;2;1) solcher Sterne im Wappen. Das von Rita Bornhuus entworfene Wappen zeigt zwei große und sechs kleine Sterne, die die beiden Städte und die sechs Dörfer der Kommune symbolisieren. Die Berge repräsentieren die Geografie in Sisimiut und Maniitsoq.[7] |
| Datei:Kommuneqarfik Sermersooq locator map.svg | 100px | Kommuneqarfik Sermersooq |
Das Wappen der Kommune wurde von Tina Windahl Halle entworfen und zeigt das eisbedeckte Meer, einen Inussuk („Steinmännchen“) und die Sonne. Die Wellen im Meer und das Eis symbolisieren das Klima der Kommune. Der Inussuk, der von den Inussuit auf der Inselgruppe Nukariit |
Gemeindewappen bis 2008
Erste Entwürfe für grönländische Gemeindewappen entstanden Ende der 1960er Jahre. Sie wurden von Paul Warming entworfen und von Claus Achton Friis gezeichnet. Die Entwürfe für 18 der damaligen 19 Kommunen (die zeitnahe Auflösung der Gemeinde Vaigat
war bereits absehbar) enthielten alle grönländische Tiere und waren blau-weiß gestaltet. Die Entwürfe wurden von den Gemeinden nur teilweise gutgeheißen. Die Gemeinden Ilulissat, Nanortalik, Qaqortoq und Nuuk verwarfen die Vorschläge, während zahlreiche andere kleinere oder größere Änderungsvorschläge einbrachten.[9]
| Lage | Wappen | Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 100px | 100px | Gemeinde Aasiaat |
Das Wappen ist horizontal weiß-blau geteilt und zeigt ein Spinnennetz. Die weiße Farbe symbolisiert das zugefrorene Meer nördlich von Aasiaat, die blaue Farbe das eisfreie Meer südlich der Stadt. Das Spinnennetz ist eine Anspielung auf den Stadtnamen („Spinnen“). Das Wappen wurde 1969 angenommen und war damit das erste Gemeindewappen Grönlands.[9] |
| Datei:Greenland 16.PNG | Gemeinde Ammassalik |
Das Wappen ist horizontal weiß-blau geteilt und zeigt drei Lodden in verwechselten Farben. Die Lodden sind eine Anspielung auf den Gemeindenamen („Ort mit Lodden“). Da Wappen wurde 1972 angenommen.[10] | |
| Datei:Greenland 8.PNG | Gemeinde Ilulissat |
Das Wappen ist vertikal weiß-blau geteilt und zeigt einen Eisberg. In jeder Ecke befindet sich eine Schneeflocke. Das Wappen symbolisiert die Wetterverhältnisse in der Gemeinde. Der Eisberg ist eine Anspielung auf den Stadtnamen („Eisberge“). Das Wappen wurde von der Gemeinde selbst gestaltet und 1969 angenommen.[9] | |
| Datei:Greenland 17.PNG | Gemeinde Ittoqqortoormiit |
Das Wappen zeigt eine blaue Spitze auf weißem Grund, neben der sich zwei blaue Moschusochsenköpfe befinden. Die Spitze symbolisiert den Kangertittivaq | |
| Datei:Greenland 3.PNG | Gemeinde Ivittuut |
Das Wappen ist horizontal blau-weiß geteilt und zeigt zwei Polarfüchse in verwechselten Farben. Die Füchse sollen den Weißfuchs und den Blaufuchs zeigen. Die Zweiteilung des Wappens symbolisiert die zwei Gemeindebestandteile Ivittuut | |
| Datei:Greenland 9.PNG | Gemeinde Kangaatsiaq |
Das Wappen zeigt ein weißes Alpenschneehuhn auf blauem Grund. Oben rechts befindet sich ein Halbmond. Abgesehen von der großen Bedeutung des Schneehuhns als beliebter Speisevogel für ganz Grönland hat das Wappen wohl keine besondere lokale Symbolik. Das Wappen wurde 1971 angenommen.[10] | |
| Datei:Greenland 7.PNG | Gemeinde Maniitsoq |
Das Wappen zeigt eine weiße Spitze auf blauem Grund, auf der sich in verwechselten Farben ein Rentierkopf mit Geweih befindet. Die Spitze ist eine Anspielung auf den dänischen Gemeindenamen Sukkertoppen („Zuckerhut“), der sich vermutlich ursprünglich auf einen charakteristischen Berg bezieht. Die Gemeinde ist das Siedlungszentrum der grönländischen Rentiere. Das Wappen wurde 1971 angenommen.[9] | |
| Datei:Greenland 1.PNG | Datei:Coat of arms of Nanortalik.svg | Gemeinde Nanortalik |
Das Wappen zeigt drei Eisbären auf rotem Grund. Die Eisbären sind eine Anspielung auf den Stadtnamen („Ort der Eisbären“). Der rote Grund dient Vermutlich der Abgrenzung zum Landeswappen. Das Wappen wurde 1970 angenommen.[9] |
| Datei:Greenland 5.PNG | Gemeinde Narsaq |
Das Wappen zeigt einen weißen Wandersaibling auf einem diagonalen gewellten blauem Band auf weißem Grund. Der Fisch kommt häufig in der Gemeinde vor. Das Wappen wurde 1973 angenommen.[10] | |
| Datei:Greenland 6.PNG | Datei:Coat of arms of Nuuk.svg | Gemeinde Nuuk |
Das Wappen zeigt das Hauptgebäude des Ilinniarfissuaq, dahinter den Sermitsiaq |
| Datei:Greenland 4.PNG | Gemeinde Paamiut |
Das Wappen zeigt zwei blaue Seeadler auf weißem Grund. Der Vogel ist ein typisches Symbol für Paamiut. Der Predigtstuhl der Stadt hat einen Adler. Der Sportverein der Stadt Nagtoralik Paamiut | |
| Datei:Greenland 18.PNG | Gemeinde Qaanaaq |
Das Wappen zeigt einen weißen Narwal auf blauem Grund sowie den Polarstern. Der Narwal ist das größte Jagdtier der Gemeinde. Der Polarstern ist eine Anspielung auf die Lage als nördlichste Gemeinde Grönlands. Das Wappen wurde 1977 angenommen.[11] | |
| Datei:Greenland 2.PNG | Datei:Coat of arms of Qaqortoq.svg | Gemeinde Qaqortoq |
Das Wappen ist vertikal weiß-blau-weiß geteilt. Darauf befindet sich in verwechselten Farben eine Krone, eine Waage und ein Anker. Die weiße Farbe ist eine Anspielung auf den Stadtnamen („der Weiße“), die blaue Farbe steht für den kurzen Fluss, der durch die Stadt fließt. Die Krone steht für Königin Juliane von Braunschweig-Wolfenbüttel |
| Datei:Greenland 10.PNG | Gemeinde Qasigiannguit |
Das Wappen ist horizontal weiß-blau geteilt. Darauf befinden ich eine rote und eine weiße Garnele. Qasigiannguit war bedeutend für die Garnelenfischerei. Garnelen sind von sich aus weiß, werden aber nach dem Kochen rot. Das Wappen wurde 1970 angenommen.[9] | |
| Datei:Greenland 12.PNG | Gemeinde Qeqertarsuaq |
Das Wappen zeigt einen weißen Grönlandwal auf blauem Grund. Darüber das Polarlicht. Der Grönlandwal steht für die Stadt, die ursprünglich als Walfängerloge gegründet wurde. Das Polarlicht ist eine Anspielung auf die Arktisstation der Universität Kopenhagen | |
| Datei:Greenland 13.PNG | Gemeinde Sisimiut |
Das Wappen zeigt einen weißen Walrosskopf auf blauem Grund. Das Walross ist ein bedeutendes Jagdtier in ganz Grönland. Da nur der Kopf dargestellt ist, sieht es so aus, als würde das Walross gerade aus dem Wasser auftauchen. Das Wappen wurde 1971 angenommen.[10] | |
| Datei:Greenland 15.PNG | Gemeinde Upernavik |
Das Wappen zeigt drei Ringelrobben, die sich um eine Sonne winden. Die Robben sind ein bedeutendes Jagdtier in ganz Grönland, darunter auch in Upernavik. Die Sonne stellt die Mitternachtssonne dar, die in der Gemeinde wegen der nördlichen Lage besonders lange währt. Das Wappen wurde 1973 angenommen.[11] | |
| 100px | Gemeinde Uummannaq |
Das Wappen ist blau und zeigt einen weißen Eissturmvogel, sowie zwei diagonale Wellen. Eissturmvögel kommen am häufigsten in der Gemeinde Uummannaq vor und sind auch Namensgeber für den Sportverein FC Malamuk Uummannaq |
Literatur
- Sven Tito Achen: Danmarks kommunevåbener samt Grønlands og Færøernes. Forlaget Komma, Kopenhagen 1982, ISBN 87-7512-022-4, S. 101–106.
- Jakob H. Zeuthen: Bogen om danske kommunevåbener. Aschehoug, 2000, ISBN 87-11-12863-1, S. 165–174.
Weblinks
- Wappen der Kommunen Grönlands. Flags of the World.
- Flaggen der ehemaligen Gemeinden Grönlands. Flags of the World.
Einzelnachweise
- ↑ Sven Tito Achen: Danmarks kommunevåbener samt Grønlands og Færøernes. Forlaget Komma, Kopenhagen 1982, ISBN 87-7512-022-4, S. 101.
- ↑ Inge Adriansen: Grønland – Våben. In: Nationale symboler i Det Danske Rige 1830–2000. Band 1. Museum Tusculanums Forlag, Kopenhagen 2003, ISBN 87-7289-794-5, S. 387–390.
- ↑ Kommunens navn og våbenskjold. Avannaata Kommunia.
- ↑ Louise M. Kleemann: Nyt kommunenavn: Kommune Kujalleq. Kalaallit Nunaata Radioa
(13. Juni 2008).
- ↑ Karsten Sommer: Qaasuitsup Kommunias ny kommunevåben. Kalaallit Nunaata Radioa
(25. August 2008).
- ↑ Vindere af konkurrencen om nyt kommunenavn og kommunevåben. Kommune Qeqertalik (20. Juni 2017).
- ↑ Karsten Sommer: Qeqqeta Kommunia klar med kommunevåbnet. Kalaallit Nunaata Radioa
(26. August 2008).
- ↑ Varder viser vej. Sermitsiaq.AG (1. August 2008).
- ↑ 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 Sven Tito Achen: Danmarks kommunevåbener samt Grønlands og Færøernes. Forlaget Komma, Kopenhagen 1982, ISBN 87-7512-022-4, S. 102.
- ↑ 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 Sven Tito Achen: Danmarks kommunevåbener samt Grønlands og Færøernes. Forlaget Komma, Kopenhagen 1982, ISBN 87-7512-022-4, S. 104.
- ↑ 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 Sven Tito Achen: Danmarks kommunevåbener samt Grønlands og Færøernes. Forlaget Komma, Kopenhagen 1982, ISBN 87-7512-022-4, S. 106.
- ↑ Sven Tito Achen: Danmarks kommunevåbener samt Grønlands og Færøernes. Forlaget Komma, Kopenhagen 1982, ISBN 87-7512-022-4, S. 102 ff.
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