Schrägrechts und halbschräglinks geteilt

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Schrägrechts und halbschräglinks geteilter Wappenschild
(Feldeinteilung:
1=oben;
2=seite;
3=unten)
 
Schrägrechts und halbschräglinks geteilt
(gemäß WBO, Nr. 0596)

Schrägrechts und halbschräglinks geteilt (frz. tranché mi-taillé, engl. per bend the dexter per bend sinister) heißt in der Heraldik

  • allgemein: der Wappenschild, ein Feld, eine Wappenfigur oder ähnliches, was mittels einer ganzen schrägrechten und einer halben schräglinken Begrenzungslinie in drei farblich geschlossene Teilflächen mit unterschiedlicher Tingierung geteilt ist. Man wendet zuerst die durchgehende Schrägrechtsteilung an, wodurch eine am oberen und heraldisch linken Schild-/Feld-/Figurrand anstoßende, größere Teilfläche entsteht und eine untere, die dann durch eine Schräglinksteilung „halbiert“ wird, wodurch eine zweite kleiner Teilfläche entsteht, die am heraldisch rechten Seiten-/Feld-/Figurrand anliegt und eine dritte kleinere, die am unteren Seiten-/Feld-/Figurrand ruht.
  • im engeren Sinn: das spezifische Heroldsbild mit dieser besonderen Art der Teilung (Wappenbilderordnung, Nr. 0596)[1].

Blasonierung

Eine Teilung nach der Art „geteilt und halbgespalten“ kann in Kombination mit spezifisch geformten Begrenzungslinien (geraden, krummen und anderen →Wappenschnitten) angewendet sein. Bei Wappenbeschreibungen ist genau anzugeben, wie das entsprechende Wappen „halbgespalten und geteilt“ wird bzw. wie der exakte Verlauf der Teilungs-/Begrenzungslinien erfolgen soll. Bei der Wappenbeschreibung bezieht man sich zuerst auf die obere Fläche, dann auf jene, die an der heraldisch rechten Seite anliegt und zuletzt spricht man jene an, die unten ruht.

Wappenbilderordnung

  • Schrägrechts und halbschräglinks geteilt wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Kombination von Schrägrechts- und Schräglinksteilungen unter der Nr. 0596 aufgenommen.

Einzelnachweise

  1. Vgl. WBO 0596 in: Wappenbilderordnung. Symbolorum armorialium ordo, hrsg. vom Herold - Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin. Bearb. von Jürgen Arndt und Werner Seeger, 2 Bde, 2. ergänzte u. berichtigte Aufl., Neustadt a. d. Aisch 1990-1996 (kurz: WBO). Bd. 1.: Wappenbilder; Bd. 2: General-Index.
    Editorische Notiz: Zugleich Neubearbeitung des Handbuchs der heraldischen Terminologie von Maximilian Gritzner (Einleitungsband, Abt. B des Neuen Siebmacherschen Wappenbuches, Nürnberg, 1890).