Halbschräglinks und schrägrechts geteilt

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Halbschräglinks und schrägrechts geteilter Wappenschild
(Feldeinteilung:
1=oben;
2=seite;
3=unten)
 
Halbschräglinks und schrägrechts geteilt
(gemäß WBO, Nr. 0597)

Halbschräglinks und schrägrechts geteilt (frz. mi-taillé et tranché, engl. per bend the sinister per bend sinister) heißt in der Heraldik

  • allgemein: der Wappenschild, ein Feld, eine Wappenfigur oder ähnliches, was mittels einer ganzen schrägrechten und einer halben schräglinken Begrenzungslinie in drei farblich geschlossene Teilflächen mit unterschiedlicher Tingierung geteilt ist. Man wendet zuerst die durchgehende Schrägrechtsteilung an, wodurch eine am unteren und heraldisch rechten Schild-/Feld-/Figurrand anstoßende, größere Teilfläche entsteht und eine obere, die dann durch eine Schräglinksteilung „halbiert“ wird, wodurch eine zweite kleiner Teilfläche entsteht, die am heraldisch linken Seiten-/Feld-/Figurrand anliegt und eine dritte kleinere, die am oberen Seiten-/Feld-/Figurrand ruht.
  • im engeren Sinn: das spezifische Heroldsbild mit dieser besonderen Art der Teilung (Wappenbilderordnung, Nr. 0597)[1].

Blasonierung

Eine Teilung nach der Art „halbschräglinks und schrägrechts“ kann in Kombination mit spezifisch geformten Begrenzungslinien (geraden, krummen und anderen →Wappenschnitten) angewendet sein. Bei Wappenbeschreibungen ist genau anzugeben, wie das entsprechende Wappen „geteilt“ wird bzw. wie der exakte Verlauf der Teilungs-/Begrenzungslinien erfolgen soll. Man bezieht sich zuerst auf die obere Fläche, dann auf jene, die an der heraldisch linken Seite anliegt und zuletzt spricht man jene an, die unten ruht.

Wappenbilderordnung

  • Halbschräglinks und schrägrechts geteilt wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Kombination von Schrägrechts- und Schräglinksteilungen unter der Nr. 0597 aufgenommen.

Einzelnachweise

  1. Vgl. WBO 0597 in: Wappenbilderordnung. Symbolorum armorialium ordo, hrsg. vom Herold - Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin. Bearb. von Jürgen Arndt und Werner Seeger, 2 Bde, 2. ergänzte u. berichtigte Aufl., Neustadt a. d. Aisch 1990-1996 (kurz: WBO). Bd. 1.: Wappenbilder; Bd. 2: General-Index.
    Editorische Notiz: Zugleich Neubearbeitung des Handbuchs der heraldischen Terminologie von Maximilian Gritzner (Einleitungsband, Abt. B des Neuen Siebmacherschen Wappenbuches, Nürnberg, 1890).