Gespalten und halbgeteilt

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Gespalten und halbgeteilter Wappenschild
(Feldeinteilung:
1=rechts/vorne; 2=links/hinten oben; 3=links/hinten unten)
 
Gespalten und halbgeteilt
(Heroldsbild:
Gespalten und halbgeteilt, vorne Silber; hinten oben Rot; hinten unten Schwarz
Wappen Herzan von Harras)
Gespalten und halbgeteilt;
(die Farbflächen belegt mit div. gemeinen Figuren)

Gespalten und halbgeteilt (frz. parti mi-coupé, engl. per pale, the sinister per fess) heißt in der Heraldik allgemein der Wappenschild oder eine Wappenfigur, wenn sie durch unterschiedliche Tingierung mit mindestens drei farblich geschlossenen Teilflächen mit wohlgeformten Begrenzungslinien gespalten ist und deren heraldische linke (oder „hintere“) Teilfläche zudem in der Mitte geteilt ist.

Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff ein spezifisches Heroldsbild[1].

Verwendung

Der Ausdruck „gespalten und halbgeteilt“ findet in Kombination mit zahlreichen Schildteilungen, deren Sonderformen und spezifisch geformten Begrenzungslinien (→Wappenschnitt) Verwendung. Bei Wappenbeschreibungen ist genau anzugeben, wie das entsprechende Wappen „gespalten und halbgeteilt“ wird bzw. wie der exakte Verlauf der Teilungs-/Begrenzungslinien erfolgen soll.

Wappenbilderordnung

Gespalten und halbgeteilt wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Senkrechte und waagerechte Teilungen in Kombination unter der Nr. 0201 aufgenommen.

Galerie

Siehe auch

Weblinks

Übersetzung

  • Deutsch: gespalten und halbgeteilt
  • Englisch: per pale, the sinister per fess
  • Spanisch: partido y medio cortado
  • Französisch: parti, mi-coupé
  • Italienisch: partito semitroncato
  • Niederländisch: gedeeld, links doorsneden


Einzelnachweise

  1. Vgl. WBO 0201 in: Wappenbilderordnung. Symbolorum armorialium ordo, hrsg. vom Herold - Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin. Bearb. von Jürgen Arndt und Werner Seeger, 2 Bde, 2. ergänzte u. berichtigte Aufl., Neustadt a. d. Aisch 1990-1996 (kurz: WBO). Bd. 1.: Wappenbilder; Bd. 2: General-Index.
    Editorische Notiz: Zugleich Neubearbeitung des Handbuchs der heraldischen Terminologie von Maximilian Gritzner (Einleitungsband, Abt. B des Neuen Siebmacherschen Wappenbuches, Nürnberg, 1890).