Zypresse (Heraldik)

Aus Heraldik-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zypresse
(im Wappen von El Ronquillo, Sevilla, España)

Die Zypresse (auch Zypressenbaum, Cypressenbaum, Cypreszbaum, Zipresbaum und anders; frz.: cyprès; engl.: cypress) ist in der Heraldik eine gemeine Figur.

Darstellung

Zypressen werden in der Heraldik als säulenförmige, nach oben spitz zulaufende Bäume dargestellt. Erscheinen im Wappen besondere Wuchsformen oder spezifische Zypressen-Arten und -Kulturformen sollten diese entsprechend blasoniert sein.

Galerie

Verbreitung

In der Literatur wird die Bezeichnung Cypressenbaum in Zusammenhang mit den Wappen diverser Familien und Personen erwähnt (Freiherrn von Zephiris, von Beckers, Christian II., der Unveränderliche von Anhalt-Bernburg und so weiter). Ob der jeweils im Wappen dargestellte Baum wirklich eine Zypresse darstellt, ist teilweise unklar oder nicht zweifelsfrei belegt.

Symbolik

Die Bezeichnung Zypresse besitzt außerhalb der Heraldik den Nebensinn edel, wertvoll. Der Zypressenkranz und der Zypressenzweig sind ein Symbol der Trauer oder des Todes.

Etymologie

Zur Bezeichnung Zypresse schreibt das Grimmsche Wörterbuch:

„(..) im 11. Jahrhundert noch in der zusammengesetzten Form cuprespoum, ciperboum, cipriboum, cuphirbôm (..); dann im 12. Jahrhundert als cipresse, cypres, zipres (..) lat. cupressus und griech. κυπάρισσος scheinen wie auch hebr. gofer selbständige Entlehnungen aus einer Mittelmeer- bzw. kleinasiatischen Sprache zu sein (..) althochdeutsch cipresse, cypres (..)“

Jacob und Wilhelm Grimm (1854-1961)[1]

Wappenbilderordnung

Die Zypresse wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 2042 aufgenommen.

Weblinks

 Commons: Zypressen in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Zypresse – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

ZypresseW-Logo.png, (Wikipedia)

Literatur

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971.