Hippogryph

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Aufrechter Pferdegreif
(Wappen Middenforf aus Bargeloh; Deutsche Wappenrolle, Nr. 5802/59)[1]
Hippogryph
Der Hippogryph in einer Zeichnung von Gustave DoreW-Logo.png für Orlando Furioso
Hippogriff, Illustration von Gustave DoreW-Logo.png für Orlando Furioso
Illustration Orlando Furioso, (1566, Montpellier, Médiathèque centrale d’agglomération Emile Zola)

Der Pferdegreif oder Hippogryph (re-latinisierte Form des italienischen ippogrifo, Zusammensetzung aus altgriechisch ἵππος, hippos, „das Pferd“ und italienisch grifo, „der Greif“, dies aus lateinisch gryphus, dies letztlich wiederum aus altgriechisch γρύψ, gryps; frz.: griffon, la moitié inférieure d'un chaval; engl.: griffin with lower half of o horse) ist in der Heraldik eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

Grundsätzlich lehnt sich die Darstellung des Wappentieres Hippogryph zwanglos an die überlieferten Bilder des gleichnamigen Fabel- und Mischwesens aus der bildenden Kunst an (Flügel, Kopf und die Vorderbeine eines Adlers und den Hinterleib eines Pferdes).

In der Heraldik ist der Pferdegreif eigentlich eine Kombination aus den Wappentieren Pegasos (Unterteil, Hinterbeine) und Greif (Oberteil, Vorderbeine). Folglich besitzt er am Kopf die greifentypischen Ohren, durch die sich der Greif vom Adler unterscheidet. In der bildenden Kunst hingegen wird der Pferdegreif oft als „Adlerpferd“ dargestellt, also als eine Kombination von Pferd und Adler (Greifvogel) und ohne spitze Ohren.

Abgrenzung

Der Pferdegreif/Hippogryph ist ein Mischwesen aus Greif/Adler und Pegasos/Pferd, wohingegen der Greif ein Mischwesen aus Adler und Löwe ist.

Geschichte

Der Hippogryph ist ein Fabelwesen, vermutlich eine Erfindung des italienischen Renaissance-Dichters Ludovico AriostoW-Logo.png. Aufgrund des nur sehr spärlich verfügbaren früheren Quellenmaterials kann diese Vermutung jedoch weder be- noch widerlegt werden. Das früheste bekannte Auftreten eines Hippogryphen findet in Ariostos Epos Orlando Furioso (zu deutsch Der rasende Roland) statt. In späteren Erzählungen, z. B. bei dem deutschen Dichter Christoph Martin WielandW-Logo.png (OberonW-Logo.png), taucht der Hippogryph oft als Synonym für Pegasus auf.

Wappenbilderordnung

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Hippogriff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wappenbeschreibung: „Im goldenem, mit roten lilienendigen Kreuzchen bestreutem Schilde ein schreitender blauer Pferdegreif (Vorderteil Greif, Hinterteil Pferd). Auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit blaugoldenen Decken der Pferdegreif wachsend zwischen einem mit roten Kreuzchen bestreuten goldenen Flug.“
    Anmerkung: In der Deutschen Wappenrolle erscheint der Pferdegreif im Schild nicht wie beschrieben „schreitend“, sondern „aufgerichtet“. Das Heraldik-Wiki stellt den Pferdegreif ebenfalls aufrecht dar und ignoriert die Wappenbeschreibung.


Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Hippogryph“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 01. September 2011 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.