Orgelpfeife (Heraldik)

Aus Heraldik-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Orgelpfeife
 
faktisch
(Labialpfeifen mit vergoldeten Labien)
 
in der Heraldik
(drei silberne Orgelpfeifen im Wappen von BittelbronnW-Logo.png)[1]

Die Orgelpfeife (auch im Plural: Orgelpfeifen; französisch tuyaux ou tubes d'orgue; englisch organ pipes) ist in der Heraldik ein wenig gebräuchliche gemeine Figur.

Darstellung

Die gemeine Figur Orgelpfeife ist den wirklichen Pfeifen nachempfunden (eigentlich den LabialpfeifenW-Logo.png). Im Wappenschild oder Feld werden gewöhnlich mehrere nebeneinander stehende Pfeifen dargestellt, die wie im Original in der Größe variieren. Die genaue Größenvariierung und die Stellung der Pfeifen zueinander kann beschrieben werden (zum Beispiel: „von rechts nach links sich verjüngende Orgelpfeifen“, „fächerförmig gestellte Orgelpfeifen“ und so weiter). Grundsätzlich können die einzelnen Orgelpfeifen ein geschlossenes Ganzes bilden (in dem sie ohne Zwischenraum dicht beieinander stehen) oder als sich nicht berührende Einzelfiguren ausgeführt sein (beides kann gemeldet werden). Meist erscheinen im Wappen drei oder fünf Pfeifen (die genaue Anzahl kann im Blason erwähnt werden). Das Fußloch ist in der Regel zum Schildfuß gerichtet.

Das Motiv ist vorrangig in Gold oder Silber tingiert, erscheint aber auch in anderen heraldischen Farben.

Beispiele von Gemeindewappen

Verwendung und Symbolik

Gewerbewappen Klavier- und Orgelbauer

Die gemeine Figur Orgelpfeife findet sich teilweise in Familienwappen (zum Beispiel im Wappen von Johann Andreas Lang [DWR 6208/68], Andreas ButzW-Logo.png et cetera). Es steht dann möglicherweise für Berufe wie Orgelbauer oder Musiker. Vorwiegend erscheint das Motiv jedoch in Gewerbe- und Gemeindewappen. In letzeren Fall kann es ein Hinweis auf lokale Orgel oder ähnliches sein (zum Beispiel stehen die Orgelpfeifen im Wappen von Ponitz als Symbol für die von Gottfried Silbermann in der Dorfkirche geschaffene Orgel).

Orgelpfeifen stehen teilweise stellvertretend für das große Instrument Orgel (nach dem Prinzip Pars pro totoW-Logo.png), die noch seltener als gemeine Figur im Wappen erscheint. Manchmal werden Orgeln mit Wappen verziert.

Außerhalb der Heraldik sind Orgelpfeifen ein Attribut des hl. Arnold oder der Caecilia.

Wappenbilderordnung

Weblinks

Commons: Orgelpfeifen in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wappenbeschreibung: „In Rot unter einem mit zwei roten Hufeisen belegten silbernen Schildhaupt drei silberne Orgelpfeifen.“
  2. Wappenbeschreibung: „Gespalten; vorn fünfmal geteilt von Silber und Rot und belegt mit einer grünen bewurzelten Linde; hinten in Rot nebeneinander drei silberne, von rechts nach links sich verjüngende Orgelpfeifen.“
  3. Wappenbeschreibung: „In Blau eine gekürzte, eingeschweifte, silberne Spitze, darin ein wachsender roter Vulkangipfel mit schwarzem Rauch, vorne balkenweise drei sich verjüngende silberne Orgelpfeifen, hinten ein leicht geneigter silberner Palmenzweig.“
  4. Wappenbeschreibung: „Gespalten von Grün und Silber, vorn 3 silberne Orgelpfeifen, hinten pfahlweise 2 grüne Rhomben, belegt mit je einer silbernen Ähre.“
  5. Wappenbeschreibung: „In geteiltem Schild oben in Silber ein rotes Balkenkreuz, unten in Grün fünf silberne Orgelpfeifen, begleitet vorne und hinten von einem goldenen Eichenblatt.“
  6. Wappenbeschreibung: „Durch eine silberne Wellenleiste vom Schildfuß zum Schildhaupt schräglinks geteilt; oben in Grün eine Reihe von sechs silbernen, jeweils unten etwas kürzeren Orgelpfeifen, unten in Rot ein silbernes Zahnrad.“
  7. Wappenbeschreibung: „In geteiltem Schild oben in Gold ein rotes Fabeltier mit einem Wolfskopf und weit geöffneten Schwingen, belegt mit einem schwarzen Wolfshaken, unten in Blau elf silberne Orgelpfeifen.“
Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Orgelpfeife_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 06. Februar 2013 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.