Komet (Heraldik)

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In der Heraldik werden die Himmelskörper MeteoritW-Logo.png, AsteroidW-Logo.png und KometW-Logo.png nicht voneinander abgegrenzt.

 
2011: Komet, man beachte die Interaktion des Sonnenwindes mit dem Schweif (Blick von der Raumsonde STEREO-A)
 
(schrägrechts aufsteigend,
sechsstrahlig, mit vier­spitzi­gen Schweif; nach WBO-Nr.: 1031)

Ein Komet (auch Schweifstern, „Stern mit Schweif“ oder ähnlich genannt; mhd. komete; altgriech. κομήτης komētēs ‚Haarstern‘, abgeleitet von κόμη kómē für ‚Haupthaar‘, ‚Mähne‘;[1] lateinisch stella cometis oder cometa; französisch comète oder étoile cométée bzw. étoile caudée; englisch comet oder blazing star; italienischW-Logo.png cometa; spanisch cometa) ist in der Heraldik eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

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1493: Schedelsche Weltchronik

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Komet im Wappen von Trogir (Rathaus)

Geschichte

Ralf von Retberg geht davon aus, dass die Schweifsternfigur erstmals im 15. Jahrhundert in der Heraldik erscheint (Wappen Zaler) und attestiert, dass sich an ihr „bereits der vollständige Verfall“ des Wappenwesens zeigt.[2] Wappensagen verweisen auf ein viel frühere Aufnahme von Kometenfiguren in das Wappenwesen. Beispielsweise wurde zum Wappen von TrogirW-Logo.png das Narrativ aufgebaut, dass man am 13. November 1174 in Venedig die Lichterscheinung eines Kometen sah, der sich von Venedig aus in Richtung Trogir bewegte und über der Kathedrale von Trogir anhielt. Seit dieser Zeit wird angeblich ein Komet auf dem Wappen und dem Siegel der Stadt Trogir dargestellt, da Engel in dieser Nacht vorgeblich das geraubte Herz des städtischen Schutzheiligen Johannes von TrogirW-Logo.png in die Stadt zurückgebracht haben sollen.[3]

Form

Im Wappenwesen sind weder die exakten Formen der Kometenfigur geregelt oder wohldefiniert, noch bilden die einfachen Wappenfiguren konkrete, spezielle, besondere oder namentlich bekannte KometenW-Logo.png der Wirklichkeit nach. Vielmehr lehnen sich die heraldischen Kometen­dar­stel­lungen an IdealbilderW-Logo.png dieser Himmelskörper an, wie sie aus der Früh-/Blütezeit des Wappenwesens in der bildenden Kunst gebräuchlich waren (Typisierung). Im Jahre 1872 bestimmt Querfurt die Figur vage als „strahlengespitzer Stern mit einem Schweif daran“, 1889 gibt Maximilian Gritzner an, dass sie „meist ein fünfstrahliger Stern mit Flammenschweif“ sei.[4][5] Tatsächlich erscheint die Figur in Dutzenden von Varianten, wobei die Wappenkünstler bei ihrer Darstellung gewöhnlich zwei heraldische Gestaltungselemente miteinander kombinieren: den „Kopf“ und den „Schweif“ der Kometenfigur.

Kopf der Kometenfigur

Der „Kopf der Kometenfigur“ ähnelt in der heraldischen Stilisierung nur bedingt oder gar nicht realen Kometenkernen. Er erscheint als klassische „Wappenfigur mit Strahlen“ (bevorzugt als Stern-, seltener als Sonnenfigur), deren Spitzen auf einer unsichtbaren Kreislinie symmetrisch enden.

Die Form und Anzahl der Strahlen des Kopfes der Kometenfigur werden gewöhnlich nicht gemeldet. Maximilian Gritzner kolportiert im 19. Jahrhundert, dass die Anzahl der Strahlen „meist“ fünf sei:

Komet (Tafel XXIV. Figur. 99.): (meist fünfstrahliger Stern mit Flammenschweif) (..)“

Siebmacher/Gritzner (1889)[5]

Andere Autoren erzählen, dass der Kopf der Kometenfigur im deutschsprachig geprägten Wappenwesen „meist“ sechszackig, in der französischsprachig geprägten „meist“ fünfzackig sei.[6][7] Solche Einstufungen basieren nicht auf wissenschaftlich fundierten Untersuchungen und Zählungen, sondern sind grob und vorläufig und lehnen sich womöglich an Gritzners Empfehlung für eine Sternfigur an.[5] Insgesamt sind sie eher als Empfehlung für die Gestaltung von zukünftigen Kometenfiguren zu verstehen, weniger als historische Tatsachen. In Wirklichkeit sind zahlreiche Abweichungen von der Fünf-/Sechszahl der Strahlen einer Kometenfigur im Wappenwesen nachweisbar. Und Anschauungen, die sprach-/modekulturelle oder nationale Prioritäten bezüglich der Anzahl der Strahlen einer Kometenfigur machen, erweisen sich bei näherer Betrachtung als Projektionen späterer Jahrhunderte in die Vergangenheit, die nicht den realen historischen Gegebenheiten entsprechen. Bei der Stiftung eines Wappens kann, falls erwünscht, die Anzahl und Form der Strahlen des Kometenkopfes festgelegt werden. Liegt keine Festlegung vor, ordnen sie sich in der Regel der Gesamtharmonie eines Wappenaufrisses unter oder werden vom Wappenkünstler nach ästhetischen Vorlieben oder den Wünschen seiner Kunden umgesetzt.

Schweif der Kometenfigur

Asymmetrisch am Kometenkopf angesetzt, erscheint als zweites, längliches Element der Kometenfigur der sogenannte „Schweif“ („langes Haar“), dessen Form im Normalfall nicht gemeldet wird und daher von Wappenaufriss zu Wappenaufriss anders ausfallen kann, zum Beispiel „gerade“, „gekrümmt/gebogen“ oder „geschlängelt“; „strahlend“ oder „geflammt/flammend“ (das ist „gewellt“ oder mit „richtiger“ Flamme),[8] wobei das Schweifende in eine, zwei (beispielsweise schwalbenschwanzartige), drei, vier oder mehr Spitzen oder andere Formen der Geometrie ausläuft; nicht einmal die Umrisslinien dieses Elements sind im Wappenwesen wohldefiniert: teils werden sie mittels durchgehender Linien und mit einem eindeutigen Rand dargestellt, teils mit gestrichelten Konturen beziehungsweise mit Lücken und einem unregelmäßigen Rand, teils auch aus einer mehr oder weniger unregelmäßgien Kombination von durchgehenden und gestrichelten Linien. Nachstehend, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, eine kleine Auswahl typischer heraldischer Schweifgestaltungen:

Kometenschweif ohne Kometenkopf

1889: Kometen­strahl(en), aus dem linken Obereck hervor­bre­chend (nach Siebmacher)
1889: Goldener Komet mit silbernem Schweif (nach Siebmacher)

Nach Maximilian Gritzner kann der Kometenschweif auch ohne Kometenkopf in einem Wappen erscheinen, beispielsweise wenn der „Kometenstrahl“ aus dem linken oder rechten Obereck hervorbricht und der Kometenkopf gewissermassen außerhalb der Schildfläche zu verorten ist.[9] Der Kometenscheif kann in diesem Fall als heraldisch tingierte, unregelmäßige Fläche dargestellt sein, die als Ganzes tingiert ist, wobei einzelne Strahlen als (schwarze oder andersfarbige) Konturen in die Fläche eingezeichnet sind (vgl. nebenstehende Abbildung von 1889). Die gemeine Figur Kometenschweif (Kometenstrahl, Kometenstrahlen) ist leicht mit der gemeine Figur „Strahlen“ (Plural) zu verwechseln. Letzere erscheint jedoch in der Normalform als Gruppe von gleichfarbigen Linien, die sich lediglich durch ihre heraldische Linienfarbe vom Hintergrund abgrenzen, während die Fläche zwischen den Linien in der Schild-/Feldfarbe erscheint.

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Strahlen

Farbgebung

Alle heraldische Farben sind für die Kometenfigur gebräuchlich; heraldisches Metall (Silber oder Gold) sind bevorzugt. Erscheinen die Tinkturen von Kometenkopf und -schweif unterschiedlich, sollte dies angezeigt werden (z. B.: goldener Komet mit silbernem Schweif).

Stellung/Richtung der Kometenfigur

Nach Maximilian Gritzner ist in einer Wappenbeschreibung bei einer Kometenfigur zu melden, „wohin der Schweif zeigt“.[5] 1984 ergänzt Gert Oswald diese Empfehlung: „Zeigt der Schweif nach oben, so spricht man von einem fallenden Kometen, zeigt er nach unten von einem steigendem Kometen“.[8] Nach Bernhard Peter sollten „Lage und Ort des Schweifes“ angegeben werden.[7]

Kometenkopf und Kometenschweif „verschmolzen“

Traditionell erscheinen beim Kometen-Motiv die Einzelelemente „unverschmolzen“ und eigenständig, was durch entsprechende Konturlinien dargestellt wird. In der neueren Heraldik erscheinen die Einzelelemente dagegen teilweise miteinander „verschmolzen“ und ohne Trennungskonturen. Beide Formen werden in den Wappenbeschreibungen und Wappenaufrissen nicht konsistent voneinander abgrenzt. Es kann sein, daß ein und dasselbe Wappen in unterschiedlichen Wappendarstellungen mal mit „verschmolzen“ Konturen erscheint, mal unverschmolzen. Grundsätzlich empfiehlt sich: Wenn nichts anderes gemeldet wird, sollten Kopf und Schweif „unverschmolzen“ im Wappen erscheinen; eine Wappenfigur, bei der die Einzelelemente zu einer Gesamtfigur „verschmolzen“ sind, sollte gemeldet werden.

Anzahl der Kometenfiguren

Der Komet wird bevorzugt in Ein- oder Zweizahl als heraldische Figur in einem Wappen geführt, seltener in Drei- oder Mehrzahl.

Kometen-/Meteoritenschauer

Wenn eine unbestimmte Anzahl kleinerer, gleichgroßer und gleichgestalteter, in gleicher Richtung „fliegender“ Kometenfiguren im Schild oder Feld erscheinen, kann man das Motiv in einer Wappenbeschreibung als „Kometen-/Meteoritensschauer“ bezeichnet. Beispielsweise zeigt das Wappen der litauischen Stadt ŽemaitkiemisCoat of arms of Lithuania.svg, das 2017 angenommen wurde, eine aus sieben kleinen Kometen-/Meteoritenfiguren bestehende „Meteoritenschauerfigur“, die sinnbildlich für den Žemaitkiemis-MeteoritenW-Logo en.png steht, der 1933 in der Nähe der Stadt heruntergefallen ist.[10]

Komet in der Helmzier

Das Kometenmotiv ist auch in der Helmzier beziehungsweise im Oberwappen gebräuchlich (zum Beispiel erscheint eine Kometenfigur im Oberwappen derer von AretinW-Logo.png).

Abgrenzung der Komentenfigur von anderen Wappenfiguren

Im 19. Jahrhundert bemerkte der Heraldiker Gritzner, dass die Kometenfigur leicht mit anderen Wappenfiguren zu verwechseln ist. Er wies darauf hin, dass in der deutschsprachig geprägten Wappenkultur kometenartige Figuren eher Sporen sind, als Kometen. Als Beleg führte er das Wappen Colmars an, wobei er überging, dass je nach Quelle die Wappenfigur in dem Wappen nicht nur als Komet und Sporn interpretiert wird, sondern vor allem als Morgenstern (Schlagwaffe, siehe → Morgenstern im Wappen von Colmar).

Komet: (..) die in deutschen Wappen dafür gehaltenen Figur sollen gewöhnlich Sporen alter Form (zum Beispiel im Wappen der Stadt Colmar in Elsass) vorstellen (..)“

Siebmacher/Gritzner (1889)[5]

Verbreitung

Gritzner verortet im 19. Jahrhundert die Kometenfiguren vor allem im italienischen oder französischen Kulturraum:

Komet (..) kommt nur mehr in italienischen oder französischen Wappen vor (..)“

Siebmacher/Gritzner (1889)[5]

Im 20. Jahrhundert nimmt Gert Oswald an, dass die Kometenfigur insgesamt selten ist, wobei er offen lässt, in Relation zu was „selten“ steht:

Komet, Schweifstern: selten vorkommendes Wappenbild (..)“

Gert Oswald: Lexikon der Heraldik (1984)[8]

Im 21. Jahrhundert verortet Bernhard Peter das Auftreten von Kometenfiguren nicht nur im italienischen und französischen Kulturraum, sondern in ganz Südeuropa:

„In der deutschen Heraldik ist der Komet in historischen Wappen eher selten zu finden. Hingegen taucht das Motiv häufiger in Südeuropa auf, vor allem in Dalmatien, Kroatien, Italien, aber auch in französischen Wappen (..)“

Bernhard Peter[7]

Tatsächlich sind Stand 2019 etliche Wappen mit Kometenfiguren inner- und außerhalb eines südeuropäischen Kulurraums gleichermaßen in Kommunalwappen wie in Familienwappen und in geistlichen Wappen nachweisbar.

Komet in Familienwappen

Wappenführender Quelle Wappenbeschreibung
Aretin, vonW-Logo.png (Freiherrenstand 1769) Aschaffenb. WB[11] Geviert mit Herzschild
  • Feld 1 und 4: In Blau drei (2:1) achtzackige goldene Sterne
  • Feld 2 und 3: in Rot ein schwertschwingender Geharnischter (Ritter, Gerüsteter) auf einem silbernen Pferd
  • Herzschild: in Silber auf blauem Wellenschildfuß ein dreimastiges Segelschiff (Dreimaster), rotbewimpelt, oben rechts von einem goldenen Kometen begleitet.

Zwei gekrönte Helme

  • Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Geharnischter mit Schwert zwischen einem golden-blau übereck geteilten Paar Büffelhörner
  • Helm 2 (links): auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein goldener Komet zwischen einem silbern-rot übereck geteilten Flug.
Aretin-Wappen Hdb.png
Auenbrugger
(erloschen)
Siebmacher[12]
Steirischer WS[13]
Gespalten,
  • rechts in Gold fünf (2:1:2) rote Lilien,
  • links durch einen roten Balken geteilt,
    • oben in Silber ein wachsender, linksgewendeter, roter Adler,
    • unten in Blau ein schrägrechts auffliegender, goldener, sechsstrahliger Kometstern.

Der gekrönte Helm mit rechts rot-goldener, links rot-silberner Decke trägt fünf Straußenfedern abwechselnd rot und silbern.

Coat of arms family au Auenbrugger.jpg
Braicich
(aus Dalmatien bzw. Kroatien; erloschen)
Siebmacher[14] In Blau auf grünem Boden zwei natürliche Zypressen mit rotem Stamm, zwischen denen oben ein goldener Komet mit abwärts gerichteten Schweif schwebt. Auf dem Helm eine goldene Feder zwischen zwei blauen. Decken: blau-golden.
Coat of arms family Braicich.jpg
Campis
(oder Campisi; aus Sizilien)
Mango[15] In Blau ein silber Komet, gewellt(er Schweif), pfahlweise (italienischW-Logo.png d'azzurro, alla cometa d'oro, ondeggiante in palo)
Campis o campisi (SIC).jpg
Christianovich
(Kristianović; angeblich aus Bosnien; siedelte in Virovitica)
Siebmacher[16] Ein durch eine Zackenkrone gestecktes Patriarchenkreuz, beiderseits begleitet von einem mit dem Schweif abwärts stehenden Kometen. Kleinod: Das Kreuz zwischen zwei Straussenfedern.
Coat of arms familiy Christianovich.jpg
Cicle
(Spalato)
Siebmacher[17] In Blau zwei goldene Schrägrechtsbalken, dazwischen oben ein goldener Komet mit nach links abwärts gerichteten Schweif. Kleinod: blaue Feder zwischen zwei goldenen. Decken: blau-golden.
Coat of arms family Cicle.jpg
Corradi
(aus Corradi, Gemeinde Velo, Provinz Verona)
DWR[18] In Schwarz drei goldene Sterne balkenweise im Schildhaupt, der erste mit einem schrägrechten Kometenschweif. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein goldener Zinnenturm zwischen einem schwarzen Hirschgeweih.
Coat-of-arms-family-de-Corradi.png
Cresseri
(Freiherrn 1744; Crescieri di Castell Pietra)
Siebmacher[19] Rot-schwarz geviert
  • mit einem blauen Herzschild, darin ein Phönix,
  • Feld 1 und 4: ein silberner Adler,
  • Feld 2 und 3: ein goldener Kometstern.

Helm 1: ein schwarzer Flug mit goldener Sonne belegt.
Helm 2: Der Phönix im Schild
Helm 3: Zwischen zwei schwarzen Hörnern ein goldener Kometenstern
Decken: 1: schwarz-golden; 2: blau-golden 3: rot-silbern

Coat of arms family Cresseri 01.jpg
Cresseri
(Freiherrn 1744; Cresseri von Breitenstein)
Siebmacher[19] Halb gespalten und geteilt,
  • oben rechts in Schwarz ein goldener Pfahl, darin auf einem grünen Berg ein natürlicher Baum, zu jeder Seite des Pfahls ein goldener Kometstern,
  • oben links in Rot ein silberner Adler,
  • unten in Blau ein Phönix aus einem brennenden Holzstoß hervorbrechend,
  • und im rechten Obereck eine Sonne.

Helm 1: ein schwarzer Flug mit goldener Sonne belegt.
Helm 2: Der Phönix im Schild
Helm 3: Zwischen zwei schwarzen Hörnern ein goldener Kometenstern
Decken: 1: schwarz-golden; 2: blau-golden 3: rot-silbern

Coat of arms family Cresseri 02.jpg
Euler
(aus Langel, Gemeinde Wahn)
ADW[20] In Blau ein goldener Balken in Gestalt eines Turnierkragens mit drei ganzen und zwei halben Lätzen, begleitet oben von einem aus dem Turnierkragen hervorkommenden schrägrechtsgelegten goldenen Kometen, unten von einem goldenen Brillenklappgestell mit naturfarbenen Gläsern. Auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit blau-goldenen Decken eine goldene Eule.
Gaspary
(aus Biewer, Stadt Trier)
DWR[21] In Gold ein oben und unten anstoßendes schwarzes Doppelkreuz, belegt mit einem goldenen Kometen. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein goldengekleideter, mit dem schwarzen Doppelkreuz belegter, bärtiger Mannesrumpf mit einer goldenen Krone, aus der eine rote Heidenmütze hervorkommt.
Coat-of-arms-family-de-Gaspary.png
Genins
(Französisch/Luxemburgisch; 1725 Adelbestätigung)
Siebmacher[22] Geviert,
  • Feld 1: in Rot drei gestürzte, pfahlweise gestellte, goldene Mondsicheln,
  • Feld 2: in Blau ein schräglinks gestellter, sechsstrahliger, goldener Komet,
  • Feld 3: in Blau ein goldenes, achtspeichiges Rad,
  • Feld 4: in Schwarz ein goldengegrifftes, silbernes, schräglinks gestelltes Schwert.

Auf dem Schilde eine Edelkrone.

Coat of arms family Genins.jpg
Giusino
(ab 1701: Herzog von Belsito)
Siebmacher[23] Gespalten,
  • rechts in Blau auf grünem Boden ein natürlicher Fichtenbaum, begleitet im oberen rechten Eck von einem goldenen Kometen, unten links von einem gekrönten, goldenen, gegen den Stamm aufgerichteten Löwen,
  • links in Blau ein goldener Pilgerstab, rechts von drei goldenen Pilgermuscheln, links von einem grünen Palmzweig begleitet.

Krone und Mantel der italienischen Herzöge.

Coat of arms family it Giusino.jpg
Godin
(Bayern, 1765 geadelt, 1792 gefreit)
Siebmacher[24] Von Silber und Grün geviert
  • mit einem goldenen Herzschild, darin ein schwarzer Doppeladler,
  • Feld 1 und 4: ein einwärtsgekehrter roter Löwe,
  • Feld 2 und 3: im rechten Obereck ein goldener Kometenstern, im linken Untereck ein goldener, verdeckter Becher.

Helm 1: Zwischen zwei von Silber, Rot und Rot, Silber geteilten Flügen ein wachsender, roter Löwe, den goldenen Becher haltend
Helm 2: Zwischen zweivon Grün, Gold und Gold, Grün geteilten Hörnern ein goldener Kometenstern.
Decken: rechts rot-silber, links grün-gold

Coat of arms family de Godin.jpg
Gonzanus Siebmacher[25] In Schwarz aus einem grünen Dreiberg wachsend ein goldener Komet. Auf dem gekrönten Helm zwei schwarze Flügel. Decken: schwarz-golden -- rot-silbern.
Coat-of-arms-family-de-Gonzanus.png
Günter
(Ewald; Pharmazeut, 1910)
Siebmacher[26] In Rot aus einem grünen Dreiberg wachsend eine goldene Eiche mit grünen Blättern, der Stamm rechts von einem goldenen Stern, links von einem goldenen Kometen begleitet. Helm: wachsender Krieger in Panzer mit Waffenrock, golden-beschlagenen silbernen Gurt, rotem Mantel, die Stahlhaube mit goldener Krone bedeckt, in der rechten Hand ein Schwert haltend. Decken und Wulst: rot-golden.
Coat of arms family de Günter 01.jpg
Heinzmann
(aus Böhmenkirch, Kreis Göppingen)
DWR[27] In Rot ein goldener Kreuz-Stern, besteckt mit einem nach links oben und nach rechts unten gerichteten goldenen Kometenschweif, das Ganze begleitet rechts oben und links unten von einem bärtigen silbernen Manneskopf im Visier (im Aufriss nicht im Visier, sondern nach rechts sehend -- Anmerkung der Redaktion) mit goldenem Kragen und goldener Zipfelmütze. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein rotgekleideter bärtiger Mannesrumpf mit goldenem Kragen und goldener Zipfelmütze auf dem Kopf.
Coat-of-arms-family-de-Heinzmann-01.png
Ichtratzheim
(Freiherren seit 1773; Albertini von Ichtratzheim /Ichtersheim)
Siebmacher[28] Geviert,
  • Feld 1 und 4: in Gold ein halber schwarzer Adler am Spalt,
  • Feld 2: in Blau ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit einem goldenen Kometen, oben und unten von einem goldenen Stern begleitet,
  • Feld 3: in Blau auf grünem Dreiberg drei goldene, gestielte und beblätterte Kornähren (Getreideähren).
  • Helm 1 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken auf einem goldenen Kissen (?) ein schwarzer Adler,
  • Helm 2 (links): auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken auf grünem Dreiberg drei goldene, gestielte und beblätterte Kornähren (Getreideähren).
Jeitner
(aus Bleischwitz, Kr. Leobschütz, Schlesien)
DWR[29] Von Silber und Blau gespalten mit einem Schildbord in verwechselten Farben, in der Mitte, die Spaltlinie überdeckend, ein von Rot und Silber gespaltener Komet. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein vorwärts-gekehrter silbern-bewehrter blauer Drachenkopf zwischen einem blauen Flug.
Coat-of-arms-family-de-Jeitner.png
Jocham von Jochamsberg Siebmacher[30] Gespalten,
  • rechts in Gold linkssehender gekrönter schwarzer Adler,
  • links über einer liegenden, gesichteten Mondsichel ein goldener aufgerichteter Komet, in dessen Kopf eine blaue Scheibe mit rotem Kreuz.
  • Helm 1 (rechts): gekrönter schwarzer Adler, Decken schwarz-golden,
  • Helm 2 (links): fünf Straußenfedern in den Farben rot-golden-blau-golden-rot, Decken blau-golden.
Coat of arms Jocham von Jochamsberg.jpg
Jurileo
(Jurlich, Jurlicevich, Giurileo, Bosnien)
Siebmacher[31] In Blau ein goldener Löwe, den rechts oben ein goldener Komet mit nach links abwärts gerichteten Schweif begleitet. Kleinod: Wachsender, auf jedem Kopfe golden gekrönter, rot bewehrter schwarzer Doppeladler. Decken: Blau-Gold.
Coat of arms family jurileo.jpg
Kaltenegger Steirischer WS[13] Geteilt und unten gespalten. Oben Lanzenspitzen. Unten vorne Mauer, drei Rose. Hinten Komet. Gold-Blau.
Kettler
(Köln)
Siebmacher[32] In Blau ein goldenes Andreaskreuz, bewinkelt von vier goldenen Kometen.
Coat of arms family de Kettler.jpg
Kollmer
(aus Nußdorf, Kreis Vaihingen)
DWR[33] In Schwarz zwischen einem silbernen Hirschgeweih mit Grind ein goldener Komet. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken zwei silberne Hirschstangen.
Coat-of-arms-family-de-Kollmer.png
Licata
(Fürst von Baucina)
Siebmacher[34] In Rot ein von einen Kometen zwischen zwei balkenweise im Schildhaupt stehenden goldenen Sternen überhöhter, goldener Löwe.
Coat of arms family licata.jpg
Luxio
(Insel Lesina)
Siebmacher[35] In Blau ein schmaler goldener Schrägrechtsbalken, begleitet oben von einem achtzackigen goldenen Kometen mit links abwärts gerichtetem Schweif, unten von einem achtstrahligen goldenen Stern.
Coat-of-arms-family-Luxio.png
Mellada
(1489 ausgestorben; von Vrana nach Trogir/Traù)
Siebmacher[36] In Blau über einem grünen Dreihügel aus dem linken oberen Seitenrand hervorkommend ein nackter, etwas gekrümmter Arm, der ein goldengefaßtes, blankes Schwert schräglinks hält, mit der Spitze nach oben, darüber in rechten Obereck ein goldener Komet, dessen Schweif quer nach links gerichtet ist. Kleinod: goldene Feder zwischen zwei blauen. Decken: blau-golden.
Coat of arms family Mellada.jpg
Münsterer
(geadelt, 1742)
Siebmacher[37] In Schwarz eine blaue Spitze, darin von einem grünen Berg aufspringend ein silberner Pegasus (Musenpferd) mit schwarzen Flügen. Aus der Spitze oben wächst zu jeder Seite ein goldener Kometstern hervor. Kleinod: Der Pegasus, wachsend. Decken: rechts blau-silbern, links schwarz-golden
Coat of arms family de Münsterer.jpg
Noel Siebmacher[38]
Westf. WB[39]
Siebmacher: In Blau ein goldener Sparren, oben begleitet von zwei goldenen, einander zugekehrten Flügeln, unten von einem goldenen, geschweiften Stern (Kometen). auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken ein schwarzer Doppeladler.
Westfälisches Wappenbuch: In Blau ein goldener Sparren, oben begleitet von zwei schwarzen Flügeln, die Saxen nach innen, unten von einem goldenen Kometen mit pfahlweise gestelltem Schweif. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein schwarzer Doppeladler.
Wappen Westfalen Tafel 230 1.jpg
Pasetti
(erloschen, aus Cesana, 1678 ins adlige Patriziat von Trogir/Traú)
Siebmacher[40] In Blau ein schmaler goldener Sparren, über dessen Spitze ein lediges rotes Kreuzchen zwischen zwei ledigen goldenen Sternen, unten begleitet von einer aufwärts gekehrten, gesichteten goldenen Mondsichel, diese überhöht von einem goldenen Kometen, dessen Schweif abwärts gerichtet ist. Kleinod: Wachsender golden gelockter Engel, in weiter, golden besetzter roter Kleidung mit silbernen Heiligenscheine und solchen hinten ausgebreiteten Flügeln, der mit halb erhobenen nackten Armen ein silbernes (auch goldenes) Band, worauf in schwarzer Schrift die Legende: „Pasetti“ zu lesen ist, in einem Bogen über seinem Haupte schwingt. Decken: blau-golden.
Coat of arms family Pasetti.jpg
Preisig
(aus Appenzell, Ausserhoden AR, Preisig und St. Gallen)
Appenz. WB[41]
WB Stadt St. Gallen[42]
In Blau über grünem Dreiberg goldener Komet beseitet von zwei abgewendeten, silbernen Monden; auf dem Helm der Komet aus dem Dreiberg wachsend und angestemmt zwischen den Monden.
Coat-of-arms-family-ch-Preisig.png
Quick
(aus Winterberg, Kreis Brilon)
DWR[43] In Blau schrägrechts ein schreitender hersehender goldener Löwe, begleitet links oben von drei (2:1) sechsstrahligen goldenen Sternen mit Kometenschweifen nach links unten. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein blaugezäumter goldener Pferderumpf.
Ritter von Ritterstein
(weitverzweigt; unter anderem: 1551 Wappenbrief; Memmingen; dann Augsburg, Elias 1626 in Ulm, Johann 1790 in Mähren etc.)
Siebmacher[44]
Siebmacher[45]
Siebmacher[46]
In Schwarz ein goldener Sparren, begleitet von drei goldenen Kometen; auf dem bewulsteten Helm ein wachsendes Einhorn, golden-schwarz geteilt.
Coat of arms family de Ritter Ulm.jpg
Rossi
(Rosso, Russo; Herzöge von Cerami)
Siebmacher[47] In Rot ein goldener, pfahlweise gestellter Komet. Italienische Fürsteninsignien. Devise: Serenat.
Coat of arms family Rosso.jpg
Ryguschik
(aus Fraustadt, Westpreußen)
ADW[48] Blau-rot durch einen schräglinken, oben geasteten Balken geteilt, oben ein Komet, begleitet von drei Sternen, unten eine Lilie, alle Figuren golden. Auf dem blau-golden-rot-golden bewulsteten Helm mit rechts blau-goldenen und links rot-goldenen Decken eine goldene Vogelklaue zwischen einem goldenen Flug.
Sanfermo
(ursprünglich aus Venedig; später Dalmatien; div. Wappenvarianten [1845, 1847 u. a.], nebenstehend nur eine zitiert)
Siebmacher[49] Geteilt,
  • oben in Blau drei (1:2) goldene Sterne, der mittlere ein Komet mit abwärts gerichteten Schweif, unter welchem eine silberne Wiege mit darin liegenden silbernem Wickelkind steht,
  • unten rot-golden in vier Reihen zu zweiunddreißig Plätzen geschacht.

Auf dem Helm fünf silberne Straußenfedern; Decken: rechts blau-golden, links rot-golden

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Schenk Siebmacher[50] Rot-blau geteilt
  • oben auf grünem Boden eine von links von einem golden beflitschten Pfeil im Halse durchbohrte, golden bewehrte, silberne Gans,
  • unten in Blau auf natürlichen Wellen in einem hölzernen Boot, scheinbar rudernd, ein von einem goldenen Kometen überhöhter, rot (lila) gekleideter Mann mit schwarzem Hut

Auf dem gekrönten Helm ein wachsender goldener Greif, in der erhobenen Rechten einen Krummsäbel, in der vorgestreckten Linken ein flammendes rotes Herz haltend. Decken: rechts blau-golden; links rot-silbern

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Schwanecke
(aus Derenburg, 1901)
Siebmacher[51] In Blau auf einem grünen Dreiberg ein rotbewehrter, silberner Schwan mit beiderseits ausgebreiteten Flügeln, rechts ein schwarzes Freiviertel, darin ein goldener Komet. Helmzier: rot-bewehrter silber Schwanenrumpf. Decken: blau-silbern.
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Scimrakovich
(Šimraković, nach einer Handschrift des Korjenić-Neorić von 1595 in der könig. Agramer Universitäts-Bibliothek)
Siebmacher[52] In Rot ein beiderseits von einer silbernen Lilie begleiteter, mit einem roten Komet und einer roten Mondsichel belegter, silberner Schrägrechtsbalken. Helmzier: Gekrönter silberner Adler. Decken: rot-golden.
Coat of arms family Scimrakovich.jpg
Tersch
(Österreichischer Ritterstand, 24.03.1806)
Siebmacher[53] Geteilt,
  • oben in Rot eine goldene Weintraube zwischen zwei goldenen, achtstrahligen Kometen,
  • unten in Blau ein schräglinks gelegter, silberner Anker.

Zwei gekrönte Helme:

  • I. Goldener Komet zwischen offenem, von Rot und Silber geschachten Fluge; Decken: rot-golden
  • II. Wachsender goldener Löwe, in den Pranken den silbernen Anker; Decken: blau silbern
Coat of arms family au Tersch.jpg
Tironi
(ursprünglich aus Almissa; dann auf der Insel Brazza; von dort 1620 nach Trogir/Traú)
Siebmacher[54] In Blau auf einem goldenen Dreiberg ein nach rechts gewandter goldener Adler mit beiderseits ausgebreiteten und erhobenen Flügeln, welcher nach einem goldenen Kometen mit abwärts gerichteten Schweif im rechten Obereck blickt. Helmzier: Auf blau-goldenen Wulste steht ein golden bewehrter schwarzer Doppeladler. Decken: blau-golden.
Tironi 1.JPG
TorloniaW-Logo.png
(1794 in den erblichen Adelsstand erhoben)
Siebmacher[55] Von Rot und Blau geviert,
  • Feld 1 und 4: auf dem silbernen rechten Schrägbalken drei sechsblättrige goldene Rosen,
  • Feld 2 und 3: ein heraldischer Komet, d. h. ein achtstrahliger silberner Stern, der achte, unterste Strahl in doppelter Länge, schweifartig auseinander gehend.

Auf dem gekrönten Helm mit rechts blau-silbernen, links rot-silbernen Decken ein wachsender goldener Adler, auf dem Kopf der silberne Komet, d. h. ein achtstrahliger silberne Stern, der achte, unterste Strahl in doppelter Länge, schweifartig auseinander gehend. (Neben anderen Wappenvarianten -- Anmerkung der Redaktion)

Coat of arms of the House of Torlonia.svg
Velker
(1733)
Steirischer WS[13] 1 Komet. Gold-Blau. 2,3 Löwe mit Schwert. 4 Harnisch und Helm. Gold-Blau
Vidin
(ein mit Bela IV.W-Logo.png [1206-1270] aus Ungarn nach Trogir/Traú gekommenes, erloschenes Geschlecht)
Siebmacher[56] In Blau ein goldener Balken, belegt seiner Länge nach mit 3 blauen Kugeln, begleitet oben von einem goldenen Kometen, Schweif abwärts gerichtet, und unten von einer nach rechts gekehrten, gesichteten, silbernen Mondsichel. Helmzier: Der blau-goldene Wulst trägt einen rot bewehrten und golden gekrönten goldener Adler. Decken blau-golden.
Coat of arms family Vidin.jpg
Vinkler
(Adels-/Wappenbrief 1801)
Siebmacher[57] In Blau auf grünem Boden ein in der rechten Schildoberecke von einem goldenen Kometen begleiteter, gekrönter, goldener Fink, im Schnabel drei grüngestielte und ebenso beblätterte, rote Rosen haltend. Helmzier: Zwei geharnischte, geb. bei den Vorderarmen gekreuzte Arme, der rechtssteitige eine sich mehrmals krümmende grüne Schlange, die linksseitige einen Krummsäbel mit goldener Parierstange haltend. Decken: blau-golden -- blau-silbern.
Coat of arms family Vinkler.jpg
Weidenmüller
(aus Wildenthal, Kreis Schwarzenberg, Erzgebirge)
DWR[58] In Blau eine goldene Scheibe, überdeckt von einem ledigen silbernen Fadenkreuz und einem ledigen silbernen Andreaskreuz, das Ganze belegt mit einer blauen Kreisscheibe, diese belegt mit einer goldengesäumten silbernen kleinen Kreisscheibe, das Ganze unten begleitet von zwei goldenen Ringsegmenten, die auf der Innenseite von je einem silbernen schmäleren und kürzeren Ringsegment überdeckt sind, alles überhöht von drei fächerförmig gestürzten goldenen Kometen. Auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit blau-goldenen Decken ein wachsender, rotbewehrter und -gezungter goldener Löwe zwischen zwei sparrenweise schräggeteilten Büffelhörnern, das rechte blau-silbern, das linke blau-golden.
Coat-of-arms-family-de-Weidmüller.png

Komet in der kirchlichen Heraldik

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1302: Der Stern von Betlehem mit einem deutlich erkennbaren Kometenschweif (Giotto di BondoneW-Logo.png: Anbetung der Könige)
(Wappen von Papst Innozenz VII.W-Logo.png, Atrium, Sant’AmbrogioW-Logo.png, Mailand)

Einige geistlichen Würdenträger, darunter Päpste, Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe nahmen eine Kometenfigur in das Wappen auf, dass sie anläßlich ihrer jeweiligen kirchlichen Funktion für sich wählten (vgl. kirchliche Heraldik). Vermutlich steht die Kometenfigur in vielen dieser Fälle symbolisch für den Stern von BetlehemW-Logo.png. Manchmal wird das Wappen eines geistlichen Würdenträgers mit dem Wappen seiner Familie gleichgesetzt. Beispielsweise stimmte das Wappen von Papst Innozenz VII.W-Logo.png mit einer Kometenfigur mit dem Wappen seiner Familie (Familienname: Migliorati) überein.

Paraheraldik

Die Kometenfigur wird auch in der Paraheraldik genutzt, zum Beispiel als Logo, Militär-/Divisions-, Sportabzeichen oder ähnliches.

Wappenbilderordnung

  • Die gemeine Figur Komet wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Himmelskörper und unbelebte Erde: Himmelskörper unter der Nr. 1031 aufgenommen.

Weblinks

 Commons: Kometen in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • L'étoile en héraldique. Heraldie Héraldique & Poésie. Internet: heraldie.blogspot.com. Erstellt: 23. Dezember 2012. Abgerufen: 15. Februar 2019 (französisch)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wilhelm GemollW-Logo.png: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1965.
  2. Retberg-Wettbergen, Ralph von: Zur Geschichte der deutschen Wappenbilder. Aus Ralph von Retberg's Nachlasse. In: Jahrbuch der k.k. heraldischen Gesellschaft Adler zu Wien. Jahrgang 1886. Seite 47
  3. Cristina Thieme: Das Tafelbild aus der Kathedrale von Trogir. In: Spätantike, frühes Christentum, Byzanz: Grundlagen und Monumente. Reichert. 2007. Band 14. S. 26
  4. Querfurt, Curt Oswalt Edler von: Kritisches Wörterbuch der heraldischen Terminologie. Nördlingen: Beck. 1872. Neudruck: Wiesbaden: M. Sändig. 1969. Seite 75.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889/1890. S. 111. Tafel 24. Figur 99. Reprint on Demand. Universtitäts- und Landesbibliothek Tirol. 2009. ISBN 3-226-00671-1.
  6. Seite „Komet (Heraldik)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Februar 2019, 20:34 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Komet_(Heraldik)&oldid=185629135 (Abgerufen: 19. Februar 2019, 10:52 UTC)
  7. 7,0 7,1 7,2 Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Besondere Motive: Komet – Internet. Erstellt: 2014. Abgerufen: 18. Februar 2019
  8. 8,0 8,1 8,2 Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1984, ISBN 3-411-02149-7, S. 232.
  9. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889/1890. S. 73. Tafel 13. Figur 2. Reprint on Demand. Universtitäts- und Landesbibliothek Tirol. 2009. ISBN 3-226-00671-1.
  10. Zimblienė, Daiva (1 July 2018). Įvertintos pastangos, kuriant miestelio herbą ir vėliavą (lt). Ukmergės žinios. Abgerufen am 2 November 2018.
  11. Alfred F. Wolfert: Aschaffenburger Wappenbuch. Veröffentlichung des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Aschaffenburg. 1983. Tafel 87 Seite 232
  12. Siebmacher Band: Stei Seite: 132 Tafel: 23
  13. 13,0 13,1 13,2 Josef Kraßler: Steirischer Wappenschlüssel. Veröffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchives. Band Nr. 6. Graz 1968. S. 123
  14. Siebmacher Band: Dal Seite: 31 Tafel: 21
  15. Antonino Mango di Casalgerardo: Nobiliario di Sicilia. A. Reber. Palermo. 1912.
  16. Siebmacher Band: Kro Seite: 238 Tafel: 175
  17. Siebmacher Band: Dal Seite: 35 Tafel: 25
  18. Deutsche Wappenrolle. Band: XLVII Seite: 3 Nummer: 8689/87
  19. 19,0 19,1 Siebmacher Band: Tir Seite: 4 f. Tafel: 4 (Stammwappen: Tafel 5)
  20. Allgemeine Deutsche Wappenrolle: Euler. Nr. 81189. Band IV. 1982. Seite 147
  21. Deutsche Wappenrolle. Band: L Seite: 8 Nummer: 8950/88
  22. Siebmacher Band: Lux Seite: 6 Tafel: 5
  23. Siebmacher Band: FstC Seite: 109 Tafel: 164
  24. Siebmacher Band: Bay Seite: 37 Tafel: 34
  25. Siebmacher Band: Bg6 Seite: 3 Tafel: 3
  26. Siebmacher Band: Bg9 Seite: 3 Tafel: 4
  27. Deutsche Wappenrolle. Band: LVII Seite: 74 Nummer: 9675/93
  28. Siebmacher Band: Els Seite: 11 Tafel: 13, Band: Bad Seite: 57 Tafel: 34
  29. Deutsche Wappenrolle. Band: LXVII (67), Seite: 1 Nummer: 10448/00
  30. Siebmacher Band: Els Seite: 12 Tafel: 14
  31. Siebmacher Band: Dal Seite: 51 Tafel: 34
  32. Siebmacher Band: Bg4 Seite: 86 Tafel: 95
  33. Deutsche Wappenrolle. Band: XX Seite: 13 Nummer: 6273/68
  34. Siebmacher Band: FstC Seite: 148 Tafel: 221
  35. Siebmacher Band: Dal Seite: 56 Tafel: 37
  36. Siebmacher Band: Dal Seite: 60 f. Tafel: 40
  37. Siebmacher Band: Bay Seite: 99 Tafel: 118
  38. Siebmacher Band: Bad Seite: 119 Tafel: 70, Band: Pr Seite: 281 Tafel: 333, Band: Els Seite: 17 Tafel: 21
  39. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels. Görlitz 1901-1903. Tafel 230
  40. Siebmacher Band: Dal Seite: 69 Tafel: 43
  41. Ernst Hans Koller; Jakob Signer: Appenzellisches Wappen- und Geschlechterbuch. 1926.
  42. Hans Richard von Fels; Alfred Schmid: Wappenbuch der Stadt St. Gallen. Zeichnungen: Everilda von Fels. Rorschach. 1952.
  43. Deutsche Wappenrolle. Band: XXIV Seite: 51 Nummer: 6599/71
  44. Siebmacher Band: Bg3 Seite: 12 Tafel: 14
  45. Siebmacher Band: SchlA2 Seite: 104 Tafel: 64
  46. Siebmacher Band: Mä Seite: 113 Tafel: 88
  47. Siebmacher Band: FstC Seite: 227 Tafel: 329
  48. Allgemeine Deutsche Wappenrolle: Ryguschik. Nr. 83377. Band VII. 1985. Seite 440
  49. Siebmacher Band: Dal Seite: 20 Tafel: 13
  50. Siebmacher Band: Un Seite: 565 Tafel: 404
  51. Siebmacher Band: Bg7 Seite: 57 Tafel: 57
  52. Siebmacher Band: Kro Seite: 165 Tafel: 120
  53. Siebmacher Band: Mä Seite: 247 Tafel: 174
  54. Siebmacher Band: Dal Seite: 84 Tafel: 51
  55. Siebmacher Band: Bad Seite: 157 Tafel: 88
  56. Siebmacher Band: Dal Seite: 87 Tafel: 53
  57. Siebmacher Band: Un Seite: 718 Tafel: 491
  58. Deutsche Wappenrolle. Band: XIII Seite: 62 Nummer: 5544/57