Haselnuss (Heraldik)

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Haselnussstrauch in der Heraldik
 
 
In Silber auf grünem Dreiberg ein grüner Haselstrauch (Wappen Haslach im KinzigtalW-Logo.png; links ca. 1920 nach Otto Hupp)
Trivialnamen
Im deutschen Sprachraum gibt es zahlreiche lokale Bezeichnungen beziehungsweise TrivialnamenW-Logo.png für die Hasel, darunter zum Beispiel:
  • Augstnuss (Schwaben)
  • Drateln, Frau Hasel, Hagnuss (Bern)
  • Hasel (Norddeutschland)
  • Haselbaum (Norddeutschland)
  • Haselbusch, Haselbusk (Nordwestdeutschland)
  • Haselnot, Haselstude (mittelhochdeutsch)
  • Hasesnot (mittelniederdeutsch)
  • Hasilboum, Haslen (Bern)
  • Hasliholz (St. Gallen)
  • Haslistuda (St. Gallen)
  • Hassel (Unterweser)
  • Hasselboum, Hasselbusch (Norddeutschland)
  • Hasselnäss (Siebenbürgen)
  • Hasselstrach (Siebenbürgen)
  • Hasselstaude, Hasselnot, Hasselstruk (Nordwestdeutschland, niederdeutsch)
  • Haxelnuss, Hesele (mittelhochdeutsch)
  • Heselinholz (mittelhochdeutsch)
  • Heslinholz (mittelhochdeutsch)
  • Hesse, Hüselte, Klaeterbusk (Bremen)
  • Kätzlein, Klöterbusch (Hamburg)
  • Märzennudeln, Nööthbusch (Mecklenburg)
  • Nussblüh, Nussbusch und Nussstrauch[1]
Gemeine Hasel (Corylus avellana)
A Zweig mit männlichen Blütenkätzchen
B Zweig mit Laubblättern
C Haselnuss in ihren Hüllblättern
4 Weibliche Blüte (Fruchtknoten, rote Narbe)
5 Reife Haselnuss

Haselnuss (auch Hasel, Haselnusz;

  1. mhd. haselnuz, haselnuʒ für ‚Hasel(nuss), Frucht des Hasel(nuss)baums‘
  2. mhd. haselboum für ‚Hasel(nuss)baum, Hasel(nuss)strauch, Hasel(nuss)staude‘)[2]

sowie alle Wappenmotive, die Teilen der HaselnW-Logo.png (corylus) nachempfunden sind, erscheinen in der Heraldik als Wappenfiguren in vielfältiger Form. Sie werden in der Regel als gemeine Figuren aufgefasst und in Wappenbeschreibungen zum Beispiel als Hasel(nuss)strauch, Hasel(nuss)zweig, Hasel(nuss), Hasel(nuss)blatt[3] oder ähnliches gemeldet.

Geschichte

Haselnuss im Familienwappen Ebendorfer von Haselbach
(eines der ältesten niederösterreichischen Adelsgeschlechter)

Wann genau eine Haselnussfigur zum ersten Mal Eingang ins Wappenwesen fand, ist unklar. Deutungen von Siegelbildern legen nahe, dass spätestens im 14. Jahrhundert entsprechende Motive gebräuchlich waren. Beispielsweise wird in der Literatur ein Motiv, dass sich auf den jüngeren Siegeln des Ulrich von Hollenburg und des Richters Friedrich von Hollenburg auf den Urkunden von 1335 beziehungsweise 1349 befindet (beide im Kärntner Landesarchiv), als drei Haselnüsse im Dreipass gedeutet.[4]

Vage begriffliche Bestimmungen und uneinheitliche bildliche Darstellungen
In der Heraldik wurden im Laufe der Geschichte, je nach lokalem und kulturellen Zeitgeist Haselnussmotive (insbesondere drei miteinander kombinierte Haselnüsse) nicht einheitlich dargestellt, recht verschiedenen gedeutet und begrifflich vage oder sogar widersprüchlich beschrieben. Ansätze zu konsistenten und klar erkennbaren Darstellungen der heraldischen Figuren, schärferer begrifflicher Bestimmung (Unterscheidung zwischen Haselnussstrauch, Haselnussbaum, Haselnusszweig, Haselnussast, solitärer Haselnuss oder Bündel/Gruppe aus drei Haselnüssen, Coquerelles, Haselnussbruch, Hasel­nuss­frucht­becher­fall u. a.) bei exakter Benennung der Eigenschaften (mit/ohne Stiel, deichsel-/göpelförmig zusammenstehend, mit/ohne Laubblätter u. a.) haben sich bislang nicht allgemein durchgesetzt.

Die nachstehenden Zeilen geben einen Überblick über Haselnussfiguren in der Heraldik, sind aber nicht als streng systematische Abhandlung „aus dem Wust des verworren aufgestapelten Materials“ (Querfurt) zu verstehen. Vielmehr deuten sie grob und interimistisch an, wie man unterschiedliche Haselnussfiguren womöglich voneinander abgrenzen könnte.

Darstellung

Die Haselnussfiguren des Wappenwesens sind grundsätzlich heraldisch stilisierte IdealbilderW-Logo.png, die gemeinhin der gemeinen HaselW-Logo.png (corylus avellana) aus der Familie der Birkengewächse (betulaceae) oder Teilen dieser Pflanze nachempfunden sind.

Haselnussstrauch

 
Haselnussstrauch in der Natur
 
Auf Dreiberg ein grüner Haselstrauch
(Hasel, BadenW-Logo.png)

Die Figur Hasel(nuss)strauch (auch Hasel[nuss]staude, Hasel[nuss]baum oder ähnlich genannt; lateinisch corulus ‚Haselstrauch‘, coryius ‚Haselnussstrauch‘ oder abellana ‚Haselnuss[strauch]‘; französisch noisetier oder coudrier; englisch hazel-bush) wird heraldisch stilisiert gewöhnlich mit einem Stamm/Stiel und mehreren Ästen/Zweigen sowie mit drei bis sieben charakteristischen, übertrieben großen Haselnussblättern und mit mehreren geschlossenen oder geöffneten Fruchtbechern mit Hasselnüssen dargestellt. Fehlen einzelne Pflanzenteile, sollte dies gemeldet werden („blattlos“, „ohne Haselnüsse“), genauso wie angezeigt werden sollte, wenn weitere Pflanzenteile (zum Beispiel männliche Blütenkätzchen) die Gestaltung ergänzen. Bevorzugt wird die Halsnussstrauchfigur in Grün dargestellt, andere heraldischen Farben sind möglich, aber nicht gebräuchlich beziehungsweise selten. Die Figur steht gewöhnlich in Einzahl und schildfüllend im Wappen, oft in Kombination mit einer anderem Wappenfigur wie zum Beispiel einem Heroldsbild (Dreiberg, Fluss oder ähnlichem).

Im Wappen von Hasselt (Belgien)W-Logo.png erscheinen zwei „Haselbäume“ mit geschlossenen, ausladenden beziehungsweise dichtem Laubwerk („breitem Wipfel“, „fast runder Blätterkrone“). In dieser Ausprägung ist eine Hasselstrauchfigur in der Regel ohne eine bestimmte oder unbestimmten Anzahl von geschlossenen oder geöffneten Fruchtbechern mit Haselnüssen gestaltet.

Erscheint die gemeine Figur Hasselstrauch in einem Wappen ohne Blattwerk, ohne Haselnüsse, mit (dünnen) Stamm, Stiel, Wurzeln oder ähnlich heraldisch abnorm, so ist eine genaue Bestimmung des Motivs durch bloße Anschauung im Grunde nicht möglich (allenfalls als „Strauch“). In diesem Fall gibt der Blason Hinweise zur Interpretation des Wappenmotivs. Beispielsweise erscheint in einem Wappenaufriss des Wappens von OrzeszeW-Logo.png ein verdorrter dürrer Strauch. Daß es sich hierbei um eine „dürren Hasselnussstrauch“ handeln soll, erschließt sich über eine entsprechend formulierte Wappenbeschreibung.

Haselnuss

 
Eine unreife Haselnuss in der Natur mit Fruchtbecher
 
Haselnussfigur im Wappen von Hasselbach, TaunusW-Logo.png
16. Jhr.: Angeblich drei Haselnüsse 2-über-1 (Bleiglasfenster, Kirche St. MartinW-Logo.png)
Unten: Drei Haselnüsse 2:1 (Wappen Achille Pierre Dionis du SéjourWp France moderne.png, 1789)

Die Figur Haselnuss (auch kurz Hasel; lateinisch abellana; französisch noisette; englisch hazel-nut) erscheint im Wappenwesen gewöhnlich als einzelne Frucht („Nuss“) mit winzigem (oder keinem) Stiel und glockenförmiger, zerrissen gezahnter CupulaW-Logo.png (lat. für kleine „Tonne, Becher, Kelch“, hier in der Bedeutung „Fruchtbecher, Fruchthülle“) von der Länge oder wenig länger als die Frucht. Im Normalfall erscheint die Haselnussfigur mit dem Stiel zum Unterrand des Schildes/Feldes gerichtet. Andere Positionen sind entsprechend der Lage zu melden. Ist beispielsweise der Stiel der Haselnussfigur zum Oberrand des Schildes/Feldes gerichtet, wird diese als „hängend“ beschrieben. Bevorzugt wird die Halsnussstrauchfigur in Gold, Silber oder Rot dargestellt; andere heraldischen Farben sind möglich. Erscheint die Nussfigur in einer anderen heraldischen Farbe als der Fruchtbecher, ist dies stets zu melden (zum Beispiel: „goldene Haselnuss mit grünem Fruchtbecher“). Die Figur Haselnuss erscheint in Ein- und in Mehrzahl in Wappen. In letzterem Fall kann man die Stellung der einzelnen Haselnussfiguren zueinander melden (zum Beispiel: „drei Haselnüsse zwei-über-eins“, „drei Haselnüsse [balkenweise] nebeneinander“ oder ähnlich).

Haselnuss ohne Fruchtbecher

 
Links: reife Haselnuss ohne Fruchtbecher; rechts: Samen
 
Haselnussfigur ohne Fruchtbecher (LišanyBehan ZW.jpg)

Erscheint eine Haselnussfigur ohne Fruchtbecher, sollte dies stets angezeigt werden. Beispielsweise erscheint im Wappen von LišanyBehan ZW.jpg in einem goldgrün geteiltem Schild eine Haselnuss in Naturfarbe/-form „ohne Fruchtbecher“.

Haselnussbruch

Eine solitäre Haselnuss mit Fruchtkelch, Laubblättern und Stiel, wie sie beispielsweise in den Wappen der Gemeinde NüsttalW-Logo.png und im Wappen des Ortsteils HaselsteinW-Logo.png erscheint, wird in der Literatur und in der heraldischen Darstellung teilweise nicht stringent von einer „Haselnusszweigfigur“ abgegrenzt (vgl. den entsprechenden Abschnitt weiter unten). In der Wappenbeschreibung sollte die Anzahl der Laubblätter gemeldet werden (zum Beispiel: „zweifach beblättert“). Eine solitäre Haselnussfigur mit zwei Blättern wird -- wie im Falle des Wappens von Haselstein -- manchmal als Haselnussbruch oder als Haselbruch beschrieben.[8][9]

Dreierbündel/-gruppe aus Haselnüssen

 
Haselnussgruppe in der Natur, aus drei unreifen Haselnüssen bestehend
 
Drei hängende goldene Haselnüsse an einem Stiel (LeskovecW-Logo.png)

Neben der Darstellung einer solitären Haselnuss erscheint im Wappenwesen manchmal ein Motiv, welches einer Gruppe beziehungsweise einem Bündel von drei (reifen/unreifen) Haselnüssen mit Fruchtbechern nachempfunden ist, die miteinander verbunden und dicht zusammenhängend um einen Mittelpunkt konzentrisch oder kleeblattförmig angeordnet sind. Diese Figur kommt sowohl „ohne Stiel“, als auch „mit Stiel“ vor. Im letztgenannten Fall ist zu unterscheiden, ob der Stiel zum Unterrand des Schildes/Feldes gerichtet ist („drei [zusammengewachsene] aufrechte Haselnüsse“), zum Oberrand („drei [zusammengewachsene] hängende Haselnüsse“) oder in eine andere, zu meldende Richtung zeigt. Besondere Verbindungen der drei Haselnüsse sollten angezeigt werden (beispielsweise sind im Wappen von Hasselroth die drei roten Haselnüsse im Mittelpunkt nicht direkt miteinander verbunden, sondern „mit dem Stiel zusammengewachsen“).[10] Die Stellung der drei einzelnen Haselnüsse in der Gruppe zueinander kann gemeldet werden: Im Normfall sind die drei Haseln im Dreipass angeordnet beziehungsweise stehen deichselförmig zusammen (nach WBO, Nr. 2230-767-415); seltener stehen sie göpelförmig zusammen (nach WBO, Nr. 2230-767-416).

Haselblatt

 
Haselnussblatt in der Natur
 
Gestürztes Haselblatt, aus Zweig wachsend (Stadt HasselfeldeW-Logo.png)

Die Figur Hasel(nuss)blatt ist -- heraldisch stilisiert -- den rundlich herzförmigen oder breit-länglichen, zugespitzten, schwach eckig gelappten, doppelt gesägten, realen Laubblättern der Haselnusspflanze nachempfunden. Wenn das Motiv aus einem Zweig oder einer anderen Wappenfigur „wächst“, ist dies zu melden. In der Normalform erscheint die Figur ohne Fruchtstand. Erscheint ein „Blatt mit Fruchtstand“ (Hasselnüssen) sollte es im Vergleich zu diesem schild-/feldfüllender aufgerissen werden; erscheint dagegen ein „Fruchtstand mit Blättern“ (siehe Haselnusszweig), sollten nicht die Blätter, sondern die Haselnüsse im Vordergrund stehen und die Gestaltung dominieren. In der Praxis wird diese Empfehlung oft ignoriert und teilweise nicht zwischen einer Haselblattfigur mit Fruchtstand und einer Haselnusszweigfigur unterschieden.

Haselnusszweig

Die Figur Hasselnusszweig (auch Haselzweig genannt; französisch coquerelles, englisch hazel branch oder hasel sprig) findet man in Wappen:

  • teils heraldisch-stilisiert und ebenso tingiert
  • teils in eher naturalistischer Gestaltung und/oder in Naturfarbe

In der frühen Heraldik differenzierte man nicht zwischen unterschiedlich gestalteten heraldischen/gemeinen Haselnusszweigmotiven. In der jüngeren Zeit bemüht man sich in der Heraldik -- mehr oder weniger erfolglos -- um genauere begriffliche Abgrenzungen. Es kommt vor, dass ein und dasselbe Motiv teils als Hasel(nuss)zweig, teils als Hasel(nuss)strauch oder mit anderen Ausdrücken beschrieben wird. Wie immer im Wappenwesen sollte sich ein Wappenaufriss nach dem jeweiligen Blason richten. Wird in der Wappenbeschreibung beispielsweise nicht explizit der Zusatz „in Naturfarbe“, „in Naturform“ oder ähnlich angeführt, ist die Haselnussfigur stets „gemein“ (das ist in einer heraldisch-stilisierten Form und Tinktur) darzustellen.

Haselnusszweig (gemein, heraldisch)

Haselnusszweig
In Blau über einer erniedrigten silbernen Wellenleiste ein goldener Haselzweig mit drei goldenen Nüssen.
(Haslach, Rot an der Rot, DW-Logo.png)
Wappen Rot-Haslach.svg
Haselnusszweig mit Laubblättern
Zweiblättriger grüner (Haselnuss-)Zweig mit drei roten Haselnüssen auf silbernem Grund.
(Nusshof, CHW-Logo.png)
Coat of arms of Nusshof.svg
Haselzweig mit Haselnussbündel und Laubblättern
Unter gezinnten goldenen Schildhaupt in Grün ein aufrechter zweiblättriger goldener Haselnusszweig mit (einem Haselnussbündel aus) drei silbernen Nüssen.
(Langenlehsten, DW-Logo.png)[11]
Langenlehsten Wappen.png
Haselbündel (kein Haselnusszweig)
In grünem Schild drei an ihren Fruchtbechern zu­sam­men­ge­wach­sene Haselnüsse im Dreipaß (nach anderen Quellen: Nüsse, Wallnüsse)
(NissiW-Logo.png, siehe Nissi valla vappWappen klein Estland.png, EST)
EE Nissi.png
Haselbündel mit Stiel (kein Haselnusszweig)
An schräg­rechts­gerichtetem Stiel drei Haselnüsse im Dreipass
(Köttmannsdorf, DW-Logo.png)
Wappen at koettmannsdorf.png

Grundsätzlich erscheint die gemeine beziehungsweise heraldische Haselnusszweigfigur aufrecht, ohne Laubblätter, mit einem Stiel, der zum unteren Schild-/Feldrand gerichtet ist und von dem kreuzförmig drei kleine Äste/Zweige abzweigen, an deren Enden sich jeweils eine Haselnuss mit Fruchtbecher befindet. Ist der Stiel der Haselnusszweigfigur zum Oberrand des Schildes/Feldes gerichtet, wird die Haselnusszweigfigur als „hängend“ beschrieben. Treibt die Haselnusszweigfigur Laubblätter, ist dies zu melden; auch die Anzahl der Laubblätter sollte angezeigt werden (zum Beispiel: „zweiblättriger Haselnusszweig“). Eine beblätterte Figur, bei der die Bestimmung der Blattanzahl fehlt, ist möglichst einfach, das heißt, nur mit zwei übertriebenen Laubblättern zu gestalten.

Erscheint am Ende eines Astes oder am Ende des Stiels eines Haselnusszweiges keine solitäre Haselnuss, sondern ein Haselnussbündel, sollte dies entsprechend gemeldet werden, um Verwechslungen zu vermeiden. In der Praxis wird diese Empfehlung teilweise ignoriert, so dass ein und dasselbe Wappen möglicherweise unterschiedlich dargestellt wird (je nachdem, wie der aufreissende Wappenkünstler die Wappenbeschreibung interpretiert). Zu beachten ist, dass ein Haselnussbündel ohne Laubblätter (Gruppe aus drei miteinander verbundenen Haselnüssen mit Fruchtbechern, siehe oben) in der Regel (mit Ausnahmen) nicht als „Haselnusszweig“ interpretiert wird, selbst dann nicht, wenn es „mit Stiel“ blasoniert ist.

Gewöhnlich erscheinen Haselnusszweige in Ein-, Zwei- oder Dreizahl im Schild/Feld, seltener in größerer Anzahl (wie zum Beispiel im Wappen BrodingbergW-Logo.png, wo der Schild mit kleinen Haselnusszweigen bestreut ist).

Haselnusszweig (natürlich)

Heraldisch links: Haselzweig (Wappen der Herren von FreiensteinW-Logo.png, in Anlehnung an die Herren von Hasli/Hasle)
1993-2015: Bogenförmiger (natürlicher) Haselzweig mit Nüssen, auf dem ein Haselhahn sitzt (HaslauW-Logo.png)

Im Gegensatz zur gemeinen Haselnusszweigfigur ist die „natürliche“ wenig heraldisch durchdrungen und erscheint eher naturalistischW-Logo.png, das heißt, in einer eher „richtigen“ Darstellungsweise, die dem realen Vorbild eines Hasselnusszweiges zeichnerisch, farblich und anatomisch nahe kommen kann. Wird in der Wappenbeschreibung ein „natürlicher“ Haselnusszweig gemeldet, steht es dem aufreißen Wappenkünstler frei, ob er diesen mit oder ohne den charakteristischen (männlichen) „Blütenkätzchen“ der Haselnussträucher (französisch chaton de noyer) aufreißt oder nicht; eine heraldische/gemeine Haselnusszweigfigur erscheint dagegen immer ohne Blütenkätzchen (es sei denn, sie werden im Blason expressis verbis vorgeschrieben).

Haselnusszweig (unheraldisch)

Die schlesische Stadt OrzeszeW-Logo.png (deutsch Orzesche) führte in den Jahren 1979 bis 1991 ein unheraldisches Herb mit einem Haselnusszweig; es wurde nach 1991 durch ein heraldisches mit einem Haselnussstrauch ersetzt (siehe oben und Herb OrzeszaCoat of Arms Polish Crown 01.png, polnisch).

Coquerelle(s)

 
Natürlicher Hasel­nuss­frucht­becher­fall (hier mit Stiel)
 
1696: Coquerelles (nach Claude-François Ménestrier)

Der Ausdruck Coquerelles (Singular: coquerelle; aus dem Französischen, heute oft mit ‚Haselnüsse/Haselnuss‘ übersetzt)[14] bezeichnet vor allem in der französischsprachig geprägten Heraldik eine gemeine Figur. Bei der heraldisch durchdrungenen Wappenfigur Coquerelles sind gewöhnlich drei einfache, stiel- und laubblattlose, nicht näher bestimmte, an ihren Spitzen mehrzähnige „Pflanzenblütenblätter“ mit ihren halbrunden Blütenboden um einen Mittelpunkt konzentrisch angeordnet und miteinander verbunden. In der einfachen Stilisierung, der Form und Darstellung nach weisen die einzelnen ornamentalen „Pflanzenblütenblätter“ der heraldischen Gesamtfigur einige Gemeinsamkeiten mit unterschiedlichen Pflanzen/Pfanzenteilen der Umwelt auf. Bei dürftiger Quellenlage ist jedoch wissenschaftlich nicht ausreichend erforscht, welchem Vorbild Coquerelles-Figuren im Einzelfall ursprünglich nachempfunden wurden. Optisch scheint das Gesamtmotiv eher einem Bündel von drei verbundenen Haselnussfruchtbechern ohne Nüsse, ohne Laubblätter und ohne Stiel (Hasel­nuss­frucht­becher­fall) nachempfunden zu sein, weniger einem Bündel von drei (reifen/unreifen) Nüssen mit Fruchtbechern; doch wurden in der Vergangenheit auch andere mehr oder weniger plausible Vorbilder angeführt. Festzuhalten ist, dass in der historischen Literatur eine gewisse Konfusion darüber herrscht, welche Bedeutung der französische Ausdruck Coquerelles hat.

17. Jahrhundert

Der Heraldiker Claude-François Ménestrier nimmt Ende des 17. Jahrhunderts an, dass das Motiv in einem weiten Sinn den Blüten oder Beuteln der NachtschattenW-Logo.png (Solanum) nachempfunden ist; seine Spekulation schwächt er mit dem eher subjektiven Auffassung ab, dass die Figur (grünen) Haselnüssen „ähnelt“, die von ihren Fruchbechern umhüllt sind:

„Coquerelles, les Fleurs où les bourses d'une espece de SolanumW-Logo.png, qui sont comme des noisettes vertes, & en fourreau (..)
Les fleurs du Solanum semblables à des noisettes en fourreau, se nomment Coquerelles.“

Als 1694 Georg Wilhelm Kühnen Ménestriers heraldische Arbeit ins Deutsche übertrug, hielt er sich nicht exakt an Ménestriers Worte und ersetzte den eher allgemeinen Ausdruck „Solanum“ (Nachtschatten[gewächs]) durch „Alkakanga“ (das ist die LampionblumeW-Logo.png, physalis alkekengi) und durch „Aqueley-Blumen“ (das sind die AkeleienW-Logo.png, aquilegia); Ménestriers Vergleich mit Haselnüssen überging Kühnen ersatzlos:

„Coquerelles, fremde Seckel: Coquerelles sind Seckel deren von Alkakanga, haben die Form als die Häußlin oder Köpff der Aqueley-Blumen, wann die Blumen abgefallen, und der Saamen nachgehends sich in solchen Köpfflin sammlet. (Tafel D Figur 27)“

Georg Wilhelm Kühnen (1694 ins Deutsche übersetzt; nach Ménestrier)[16]

18. Jahrhundert

1731 teilte Johann Simon Beckenstein die Ansicht Ménestriers, dass der Ausdruck Coquerelles sich auf „Haselnüsse“ bezieht und verfasste in seinem Werk Kurze Einleitung zur Wappenkunst und der Art des Blasonierens folgenden Hinweis:

„drey dreyfache Hasel-Nüße, trois coquerelles, tres avellanae trinae, n. 20.
hieraus wird auch gebildet das Haselnuß-Kreutz, croix coquerellée, crux avellanda n. 21.“

Nur sechs Jahre später (1737) wird der Ausdruck „Coquerelles“ in einem Wörterbuch dagegen nicht in der Bedeutung „Haselnüsse“ wiedergegeben, sondern „Coquerelles“ und „Coqueret“ sollen gleiche Wurzeln haben und in einem weiten Sinn für die Physalis (BlasenkirschenW-Logo.png, auch „Judenkirschen“ genannt) stehen:

„Coquerelles, (..) f. pl. (von coque) in den Wappen, die Bälglein der Jüden-Kirschen.
Coqueret, (..) m, Jüden-Kirsche“

Neues Französisch-Deutsches und Deutsch-Französisches Wörter-Büch (1737)[18]

Die Autoren eines weiteren Wörterbuchs von 1770 grenzten dagegen „Coquerelles“ (Haselnüsse) und „Coqueret“ (Judenkirschen) deutlich voneinander ab und ergänzten bei Coquerelles eine Farbangabe, die schon bei Ménestrier beiläufig erwähnt wurde („eine Art grüner Haselnüsse in ihren Schalen“):

„Coquerelles, (..) f. pl. eine Art grüner Haselnüsse in ihren Schalen (in den Wappen) avellana in insignibus.
Coqueret, (..) m. Judenkirschen, alkekengi

Vollständiges Französisch-deutsch-lateinisches und deutsch-französisch-lateininisches Wörter-Buch (1770)[19]

Vier Jahre später (1774) bezeichnete Johann Christoph Gatterer „Coquerelles“ als die „offenen Schalen" der verschiedenen Arten der Gattung Physalis („Judenkirschen“):

„(S. 117, Coquerelles): Schalen, offene, von Judenkirschen (..) Halicacabi. (Alkekengi.)
 (S. 103, Coquerelles): Judenkirschen (offene) (..) Halicacabi. (Alkekengi.)“

Johann Christoph Gatterer (1774)[20]

19./20. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert setzte sich sukzessive die Meinung durch, dass der Ausdruck Coquerelles wohl für Haselnüsse stehen müsse, wobei man je nach Quelle einen anderen Schwerpunkt hervorhebt (mal sind es „grüne“, mal stehen „immer drei zusammen“, mal sind sie „in der Schale“ et cetera):

  • „in Wappen grüne Haselnüsse“ (1838)[21];
  • „Hasselnüsse, noisettes oder coquerelles, Figur 378, stehen immer je drei zusammen“ (1846)[22]
  • „Coquerellen, die (fr. kokÄrellen) Haselnüsse, in der Schale (in Wappen)“ (1856)[23]
  • „Coquerelles, f. pl., frz. 1. (Her[aldik]) drei Haselnüsse in ihrer Hülse an einem Stiel (..) 2. Leichenwäscherin in den französischen Nonnenklöstern.“ (1877)[24]
  • „coquerelles (frz.) = 3 Haselnüsse in ihren Hülsen in Kleeblattform ⊥ aneinanderhängend.“ (1889/1890)[25]

Vereinzelt geht man in dieser Zeit davon aus, das der Ausdruck „Coquerelles“ sowohl für „Haselnüsse“ als auch für „Judenkirschen“ steht:

  • „coquerelle (..)
    1. Judenkirsche (Gattung Physalis (..) P Küche(..) Küheschelle (Pulsatilla).
    2. ~s pl. bl. grüne Haselnüsse, je drei an einem Stiele.“ (1875)[26]

Im 20. Jahrhundert übernimmt man mehr oder weniger unkritisch die Deutungen des 19. Jahrhunderts:

  • Coquerelles (spr. kock'räl'), in der franz. Heraldik grüne Haselnüsse, zu je dreien auf einen Stiel gesteckt (1906) [27]
  • 3 Haselnüsse in ihren Hülsen in Kleeblattform aneinanderhängend (1990)[28]

Ähnliche Motive, die sich in der Darstellung aus vier „Hasel­nuss­frucht­becher/Pflanzenblättern“ zusammensetzen, sind von der Figur Coquerelles in der Wappenbeschreibung abzugrenzen.

Haselnusskreuz

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Haselnusskreuz

Das Haselnusskreuz ist ein Kreuz mit stilisierten, haselnußförmigen Kreuzenden.

Haselnussmotive als Nebenfigur

Haselnuss-Motive erscheinen im Wappenwesen teils als Nebenfiguren, zum Beispiel als frischgepflanzter Haselnussstrauch, der von zwei Bären oder als Haselnussfrucht, die von einem Eichhörnchen gehalten wird; teils begleiten sie als solche eine Hauptfigur.

Haselnussfigur im Oberwappen

Grundsätzlich kann eine Haselnussfigur auch im Oberwappen erscheinen (beispielsweise führte der Peek BaronW-Logo en.png Henry PeekW-Logo en.png zwei beblätterte Haselnüsse in der Helmzier seines Wapppens). Allerdings kommt diese Art der Wappengestaltung selten vor.

Wappenbilderordnung

  • Die Figur Haselnußstrauch wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 2230 aufgenommen.
  • Die Figur Haselnuß wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 2230-767 aufgenommen.
  • Die Figur Haselzweig wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 2230-742 aufgenommen.
  • Die Figur Haselnüsse, drei deichselförmig zusammenstehende wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 2230-767-415 aufgenommen.

Symbolik

Innerhalb der Heraldik

Innerhalb der Heraldik sind Haselnussfiguren für redende Wappen geeignet. Beispielsweise führen/führten die Orte Hasel, Hasle, Hassel, Hasselberg, Hasselt, Haslen, Hasselbach, Häslach, Haslach, Oberhaslach, Haselbourg, Hasselfelde, Haslau, Haslere, Lavelanet (lateinisch avellana ‚Haselnuss‘) et cetera ein Motiv als sprechender Hinweis in ihren Wappen, welches sich in der einen oder anderen Form an eine Haselnusspflanze anlehnt. Manchmal erfolgt die „redende“ Motivwahl ohne Rücksicht auf etymologische Genauigkeit. Beispielsweise erscheint im Wappen von HaselsteinW-Logo.png eine Haselnussfigur, wobei der Ortsname sich nach Knüttel nicht direkt von der Haselnusspflanze ableiten soll:

„»Haselahastein«, die in der Grenzbeschreibung der Mark Rasdorf von 780/78110 überlieferte früheste Form des Ortsnamens, bedeutet nichts anderes als „Stein“ beziehungsweise „Fels am Bach Hasel“. Der für Berg und Dorf namensgebende Fluss „Hasel“ hat seinen Ursprung im germanisch/keltischen „Asala“, was „kleiner Weideplatz“ bedeutet.“

Andreas Knüttel (2012)[8]

Dem steht gegenüber, dass in der Literatur der Ortsname „Haselbach“ oft aus einem Wasserlauf gleichen Namens in der Bedeutung „Bach bei den Haselsträuchern“ abgeleitet wird.

In der anglo-französischen Heraldik finden sich Haselnussmotive zum Beispiel in den Wappen derer von Haslewood, Alford, Hesilrigge, Hasell, Tarsell, Haseley, Gibbs und la Borde.[30]

Trivia

Weblinks

 Commons: Haselnüsse in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Walter Leonhard: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung. Callway, München 1978, ISBN 3-8289-0768-7, S. 252, 290, 292 (Genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH: Bechtermünz, Augsburg 2000).

Einzelnachweise

  1. Georg August PritzelW-Logo.png, Carl JessenW-Logo.png: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 115. (online)
  2. Blason ville fr Garidech (Haute-Garonne).svg Lemma haselnusz. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Leipzig 1854-1960 (www.woerterbuchnetz.de).
    Anmerkung: Der Ausdruck Haselnuss ist mehrdeutig und umgangssprachlich nicht klar abgegrenzt. Nach dem Deutschen Wörterbuch steht er vor allem für: A) Die Frucht des Haselnussstrauches in Form einer kleinen, hartschaligen Nuss mit rundem, ölhaltigem, wohlschmeckendem Kern und B) den Haselnüsse tragenden Haselnussstrauch selbst.
  3. Blason ville fr Garidech (Haute-Garonne).svg Lemma Haselblatt. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Leipzig 1854-1960 (www.woerterbuchnetz.de).
    Anmerkung: BlattW-Logo.png einer Haselnusspflanze, Blatt vom Haselstrauch
  4. Amt der Kärntner Landesregierung: Wappen der Gemeinde Köttmannsdorf. Beschreibung und Erläuterung zum Gemeindewappen aus der Publikation. 2019, abgerufen am 25. September 2019 (Pdf icon.png PDF- 36,44 KB, www.ktn.gv.at).
  5. Wappenbeschreibung: „D'azur au coudrier d'or, à une bande de gueules brochante sur le tout“.
  6. Ministerialentschließung vom 15. November 1966 (Nr. I B 3-3000/29 H 17), Wappenbeschreibung: „In Blau ein silberner Schrägwellenbalken, darüber eine goldene Haselnuss, darunter ein goldener Kelch.“
  7. Wappen Nützen in der Kommunalen Wappenrolle Schleswig-Holstein: „Von Grün und Blau durch einen schrägen silbernen Wellenbalken geteilt, oben drei zum Wellenbalken fächerförmig gestellte goldene Haselnüsse mit schwarzen Hüllblättern, unten ein zum Wellenbalken gebrochener unterhalber silberner Mahlstein.“
  8. 8,0 8,1 8,2 Andreas Knüttel: 2012 - Ein neues Wappen für Haselstein. In: Haselsteiner Geschichtsblätter; Heimat-, Kultur-, und Geschichtsverein Haselstein e. V. Oktober 2012. Pdf icon.png PDF- ‪0,73 MB. Abgerufen am 28. Dezember 2018.
  9. Deutsche Ortswappenrolle, Nr. 22HE
  10. 10,0 10,1 Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappen und einer Flagge der Gemeinde Hasselroth, Landkreis Gelnhausen vom 28. Juni 1974. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1974 Nr. 28, S. 1250, Punkt 881 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 8,1 MB]).
  11. In der Wappenbeschreibung der Kommunalen Wappenrolle Schleswig-Holstein heißt es dagegen nur: „Unter gezinnten goldenen Schildhaupt in Grün ein aufrechter zweiblättriger goldener Haselnusszweig mit drei silbernen Nüssen.“
  12. In der Kommunalen Wappenrolle Schleswig-Holstein wird das Motiv nicht als „Haselnusszweig“ beschrieben, sondern folgendermaßen: „In Gold über blau-silbernen Wellen auf grünem Hügel ein grüner Haselstrauch, dessen aus drei Früchten zusammengesetzter Fruchtstand silberne Nüsse aufweist.“
  13. In den Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 41, 1991, S. 30. werden die Haselnusszweige nicht als solche beschrieben, sondern folgendermaßen: Im blauen Schild, bestreut mit je drei zusammenstehenden gestielten goldenen Haselnüssen, ein aufbäumender goldener Hengst.
  14. Emmanuel de Boos: Dictionnaire du blason. Paris 2001, ISBN 2-86377-170-1, S. 56, 332–333, Abbildung 834 (französisch, 507 Seiten).
  15. Claude-François Ménestrier: La nouvelle méthode raisonnée du blason. Lyon, 1734. S. 22, 27 und 43
  16. Kühnen, Georg Wilhelm (Hrsg.): Wohlanständige Adels-Zierde / Das ist / Neue Anleitung zu der sogenannten Herold- oder Wapen-Kunst. Wie dieselbe durch den hierinn sonderlich berühmten P. Claude François Ménestrier, in franzöischer Sprache verfaßt (..) nach dem Parisischen Exemplar so Anno 1691 aufs neueste herausgeben (..) 1694. S. 36. Tafel D. Figur 27.
  17. Johann Simon Beckenstein: Kurze Einleitung zur Wappenkunst und der Art des Blasonierens. (..) Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg, 1731. S. 188
  18. Johann Leonhard Frisch (Hrsg.): Nouveau dictionnaire des passagers françois-allemand et allemand-français: Oder Neues Frantzösisch-Teutsches und Teutsch-Frantzösisches Wörter-Buch (..) Leipzig, Johann Friedrich Gleditschens Buchhandlung, 1737. S. 534. (Google)
  19. Choffein (Hrsg.): Nouveau Dictionnaire Du Voyageur, François-Allemand-Latin, Et Allemand-François-Latin, oder Vollständiges Französisch-deutsch-lateinisches und deutsch-französisch-lateininisches Wörter-Buch, worinn alle Französische gebräuchliche Wörter, deren verschiedener Gebrauch, Bedeutung und Construction, wie nicht weniger die auserlesensten, zierlichsten und eigenen Redensarten, Kunst- und Sprüchwörter etc. enthalten sind (..) Frankfurt und Leipzig. Heinrich Ludwig Brönner. 1770. S. 567. (Google)
  20. Gatterer, Johann Christoph: Johann Christoph Gatterers Abriß der Heraldik oder Wappenkunde: zum Nuzen der studirenden Jugend entworfen und zuerst mit acht Kupfertafeln erläutert. 1774. S. 103 und 117
  21. Keim, Friedrich (Bearbeiter): Französisch-deutscher Sprachschatz, oder Handwörterbuch der Homonymen (..) Regensburg, bei G. Joseph Manz. 1838. S. 329.
  22. Ferdinand Freiherr von Biedenfeld: Die Heraldik oder populäres Lehrbuch der Wappenkunde für Diplomaten, Genealogen, Archivbeamte und Edlleute oder auch (..) als Anhang zu desselben Verfassers Ritterordenswerk. (etc.) Weimar, bei Friedrich Voigt. 1846. S. 45
  23. Jacob Heinrich Kaltschmidt: Neuestes und vollständigstes Fremdwörterbuch zur Erklärung aller aus fremden Sprachen entlehnten Wörter und Ausdrücke, welche in den Künsten und Wissenschaften, im Handel und Verkehr vorkommen: nebst einem Anhange von Eigennamen, mit Bezeichnung der Aussprache bearbeitet (..) Leipzig, Brockhaus, 1856. S. 179
  24. Hermann Alexander Müller, Oscar Mothes: Illustrirtes archäologisches Wörterbuch der Kunst des germanischen Alterthums, des Mittelalters und der Renaissance, sowie der mit den bildenden Künsten in Verbindung stehenden Ikonographie, Kostümkunde, Waffenkunde, Baukunde, Geräthkunde, Heraldik und Epigraphik (Deutsch, französisch, englisch und lateinisch) (..) Erste Abteilung: A-H. Leipzig und Berlin, Spamer, 1877. S. 293
  25. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889/1890. S. 216. Reprint on Demand. Universtitäts- und Landesbibliothek Tirol. 2009. ISBN 3-226-00671-1.
  26. Karl Sachs: Encyclopädisches französisch-deutsches und deutsch-französisches Wörterbuch enthaltend unter Anderem für beide Sprachen (..) 1. Theil: Französisch-deutsch. Berlin, Langenscheidt, 1875. S. 342
  27. Meyers Großes Konversations-Lexikon: Coquerelles. Band 4. Leipzig 1906, S. 278.
  28. Jürgen Arndt und Werner Seeger (Bearbeiter): Wappenbilderordnung. Symbolorum armorialium ordo. Zit.: WBO - General-Index. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. B). Band II. Bauer & Raspe, Inh. Manfred Dreiss, Neustadt an der Aisch 1990, ISBN 3-87947-100-2, S. 73 (393 S., zugleich Neubearbeitung des Handbuchs der heraldischen Terminologie von Maximilian Gritzner; Einleitungsband, Abt. B des Neuen Siebmacherschen Wappenbuches, Nürnberg, 1890).
  29. Leonhard, Walter: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung, Bechtermünz-Verlag 2003. ISBN 3-8289-0768-7. S. 290.
  30. Parker, James: Parker's Heraldry. A glossary of terms used in heraldry. 1894. Lemma: Hazel