Dreizack (Heraldik)

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Zwei schragenweise gekreuzte Dreizacke
 
Dreizack-Eisen (ohne Stiel)
1450-1580: Dreizack im Wappen derer von Krottendorf
1604: Dreizack im Wappen derer von Ebnet (nach Siebmacher)
Poseidons Dreizack

Der Dreizack (auch „Fischspeer“; französisch trident; englisch trident; lateinisch fuscina tridens; bei Gritzner auch Ger genannt (frz.: lance; engl.: lance), ist in der Wappenkunde (Heraldik) eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

Der Dreizack kommt -- heraldisch stilisiert -- als Wappenfigur in unterschiedlichen Formen zur Anwendung. In den heraldischen Darstellungen und Abstraktionen ist einen breiter Gestaltungspielraum feststellbar ist und durch die Stilisierung nicht immer ersichtlich, ob die Wappenfigur der Waffe DreizackW-Logo.png oder einem FischspeerW-Logo.png nachempfunden ist. Sind die Zackenspitzen zum Schildfuß gerichtet, so wird er als gestürzt beschrieben.

Ger (Dreizack) (Tafel XXV. Figur 71.) hauptsächlich zum Fischstechen benutzt, das Wappenbild der Hopfgarten, von den Gabelentz, sowie anderer Familien bildet. Auch das Ger-Eisen kommt vor (Figur 72.).“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Dreizack als Nebenfigur

Im Wappen erscheint der Dreizack zuweilen auch als Nebenfigur (wird zum Beispiel von einer anderen Wappenfigur gehalten, spiest einen Fisch auf oder ähnliches).

Dreizackkreuz / Gereisenkreuz

Varianten

Dreizackkreuz

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Dreizackkreuz

Bei einem Dreizackkreuz oder Gereisenkreuz erscheinen die Kreuzarmeenden in den Dreizack auslaufend.

Tryzub

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Tryzub

Das Wappen der Ukraine zeigt eine entwickelte Form eines Jahrhunderte alten Dreizähner bzw. Dreizack. Es wird Tryzub genannt.

Verbreitung

In der Flagge von BarbadosW-Logo.png ist ein Dreizack abgebildet.

Wappenbilderordnung

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Dreizack in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Literatur

  • Walter Leonhard: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung. Callway, München 1978, ISBN 3-8289-0768-7, S. 269; mit Figur 180, 236, 240 (Genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH: Bechtermünz, Augsburg 2000).
  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.
Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Dreizack_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 30.Mai 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.