Spiegel (Heraldik)

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Dieser Artikel behandelt die Wappenfigur Spiegel; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe Spiegel (Begriffsklärung)
1335/1345: Drei Handspiegel auf einem Dreiberg
(Wappen Spiegelberg; Züricher Wappenrolle, hier nach Runge, 1866)
1548: Spiegel
(im Wappen der Familie Spiegel')
Spiegel als Heroldsbild
 
Spiegel
(gemäß WBO, Nr. 0921)
 
Handspiegel
(gemäß Siebmacher)
Spiegel als gemeine Figur
 
Spiegel
 
Handspiegel
(gemäß WBO, Nr. 9085)
Spiegel im Wappen der von Spiegel

Spiegel (frz.: miroir; engl.: mirror) ist in der Heraldik eine Wappenfigur, die in unterschiedlichen Ausprägungen erscheint und unter anderem charakterisiert wird als:

  • Heroldsbild: Wenn ein Spiegel/Handspiegel bis zu den Schildrändern/Feldrändern reicht oder der Spiegel als „geometrische“ (flache, kreisrunde, unkörperliche) Scheibe (gegebenenfalls mit unkörperlichen Stiel) erscheint.
  • Gemeine Figur: Wenn ein Spiegel oder Handspiegel (frz. miroir à main; engl. hand-mirror) nicht bis zu den Schild-/Feldrändern reicht beziehungsweise leicht plastisch, leicht räumlich, leicht reliefartig, leicht schattiert oder irgendwie ornamiert erscheint.
  • Geometrische Sonderform (Kugel, Ringe, Kurvenschnitte)
  • Schwebende Schildteilung

Darstellung

Spiegel (Tafel XXVIII. Figur 70. bis 71.): kommen entweder rund, ohne Stiel (Figur 70.) oder länglich viereckig ohne Stiel (siehe das Wappen der Rheinischen von Weise) oder rund mit Stiel vor. Es erscheint aber auch häufig der Spiegel in der Hand einer Meerjungfer als ovaler Spiegel; auch kommt es vor, dass Affen oder Meerkatzen ihn halten, im ersteren Falle deutet er symbolisch die Ebbe des Meeres , im letzeren die Eitelkeit des Affen an.
Handspiegel (nennt man zum Unterschied den Spiegel mit Stiel) und hat natürlich anzugeben, von welcher Färbung der Rahmen (den jeder Spiegel haben muß) und der Stiel ist.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Gemeine Figuren mit Spiegel

Spiegel mit Schlange

„Ein ovaler Spiegel, um dessen Griff sich eine Schlange windet, im rechten blauen Obereck ist das Kennzeichen der Comtes-sénateurs der Napoleonischen Heraldik (Tafel V. Figur 9.).“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]
HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Napoleonische Heraldik

Wappenbilderordnung

Weblinks

Literatur

  1. 1,0 1,1 J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.