Landsknecht (Heraldik)

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1889: Landsknecht
(hier nach Siebmacher als „Fähnrich nach rechts schreitend“)
Landsknecht

Stadtknecht und Landsknecht (frühneuhochdeutsch Lanzknecht; auch Lantknecht genannt; französisch lansquenet; englisch lansquenet) sind in der Heraldik der neueren Zeit seltene gemeine Figuren.

In einer frühen Zeit der Heraldik (11. bis 14. Jahrhundert) waren diese Wappenmotive nicht gebräuchlich; zumindest bezeichnete man entsprechende Wappenfiguren nicht als „Landsknecht“, da dieser Ausdruck für einen zu Fuß kämpfenden, zumeist deutschen Söldner erst seit dem späten 15. beziehungsweise im 16. Jahrhundert sprachgeschichtlich greifbar wird.

Darstellung

Landsknechte erscheinen in der Heraldik in der Regel in typischer Landsknechtstracht, wobei kleinere Farbverstöße gegen die heraldischen Farbregeln in Kauf genommen werden.

Fahnenträger, Fähnrich (Tafel XIII. Figur 61.): selten vorkommend; hier in Landsknechtstracht, selbstredend in Art und Farbe der Kleidung und Fahne genau zu beschreiben.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Landsknechte im Harnisch, mit Fahne oder mit besonderen Attributen sind in einer Wappenbeschreibung nicht nur mit der Bezeichnung „Landsknecht“ zu melden, sondern zum Beispiel als „Mann/Landsknecht im Harnisch“, „Mann/Landsknecht mit Fahne“ oder unter genauer Angabe von Funktion und Aussehen:

Wappenbilderordnung

Weblinks

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.