Merkur (Heraldik)

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In der Früh-/Blütezeit des Wappenwesens sind Merkurfiguren nicht gebräuchlich.
Merkur/Hermes
 
1824: im Wappen der bayerischen Familie von Poth (nach Tyroff)
 
1889: Musterillustration
(nach Siebmacher)
1840: Merkur mit Merkurhut im Wappen von Siegmund Mann
Hermes (im redenden Wappen Hermes von Fürstenhof; im Stamm­wap­pen von 1691 auf dem Helm Merkurius)

Die römische Gott MercuriusW-Logo.png (auch Merkur genannt) bzw. der mit ihm gleichgesetzte griechische Gott HermesW-Logo.png sind in der Heraldik seltene gemeine Figuren, die erst in der Verfallszeit der Heraldik als Wappenmotiv auftauchen.

Darstellung

Wenn der Gott persönlich ins Wappen gestellt ist, dann erscheint er beispielsweise nackt, mit einem wehenden Tuch um der Hüfte geschlungen oder mit einer Tunika bekleidet, mit Stab, Hut und (geflügelten) Sandalen und von Münzen (Kugeln) begleitet.[1]

Merkur/Hermes in der Helmzier

Im Wappenwesen ist die Merkur-/Hermesfigur auch in der Helmzier gebräuchlich (zum Beispiel im Familienwappen AmirowiczCoat of Arms Polish Crown 01.png).

Merkur/Hermes als Schildhalter

1631-1652: Merkur-Büste (heraldisch links) als Schildhalter (Wappenvignette; Jan van Meurs Haus)

In den historischen Wappen von DelfzijlW-Logo.png und Borough of SloughW-Logo en.png (1938-1974) erscheint Merkur/Hermes in Form eines Schildträgers.

Merkurzeichen

Merkurstab

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Merkurstab (Heraldik)

Merkurhut

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Merkurhut (Heraldik)

Paraheraldik

Auch in der Paraheraldik (zum Beispiel in der Militärheraldik) erscheint die Figur Merkur.

Weblinks

 Commons: Merkur in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Walter Leonhard: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung. Callway, München 1978, ISBN 3-8289-0768-7, S. 180 (Genehmigte Lizenzausgabe für Weltbild Verlag GmbH: Bechtermünz, Augsburg 2000).
  2. Wappenbeschreibung: „Unter rot-silbern geschachtem Schildhaupt in Blau ein goldenes Rechteck, darin zwei rotgewandete Figuren, die Aeskulap und Merkur darstellen.“
    H. Baldes, G. Behrens: Kataloge west- und süddeutscher Altertumssammlungen. III. Birkenfeld. S. 78/79.