Mannshahn

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1889: Mannshahn (nach Siebmacher)
Mannshahn: Statt Hahnenkopf wird ein Männerkopf (hier mit Judenhut) benutzt (Wappen von Böhmisch Trübau)

Das Wappentier Mann(s)hahn (französisch coq monstrueux oder coq à tête humaine; englisch cock with man's head) ist in der Heraldik eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

Der Mannshahn ist eine Chimäre mit dem Kopf eines Mannes und dem Körper eines Hahns. Da er sehr selten ist, gibt es keine expliziten heraldischen Vorgaben für ihn. Die Farbgebung des Motivs und seiner Bewehrung, die Körperstellung und so weiter erfolgen nach den heraldische Regeln für einen Hahn und einen Menschenkopf.

Mannshahn (Tafel XXIII. Figur 7.) das heißt Hahn mit Mannskopf (..) Wappen-Unica in England“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Wappenbilderordnung

Der Mannshahn wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Zusammensetzungen aus Tieren und Menschen: ... mit Vogelrumpf unter der Nr. 6745 aufgenommen.

Abgrenzung

Der Mannshahn sollte nicht mit dem Hahnenmann verwechselt werden. Letzterer wurde in die Wappenbilderordnung unter die Nummer 6806 aufgenommen und setzt sich aus einem Menschenkörper mit Hahnenkopf zusammen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie ( M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. S. 101. Tafel XXIII. Figur 7.