Fadenkreuz (Heraldik)

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Fadenkreuz

Das Fadenkreuz (manchmal mißverständlich Kreuzfaden oder Kreuzfadenkreuz genannt; frz.: filet en croix; engl.: cross fillet) ist in der Heraldik ein gemeines Kreuz, dessen Kreuzarme nicht die Breite eines Balken beziehungsweise Pfahles besitzen, sondern zur Breite („Strichstärke“) eines Fadens vermindert sind.

Fadenkreuz: sobald (ein Kreuz -- Anm. der Red.) nur 1/14 der Schildbreite einnimmt.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Varianten

Verschiedene Varianten des Fadenkreuzes sind bekannt: Liegen zwei Fäden parallel waagerecht und senkrecht wird ein Zwillingsfadenkreuz blasoniert. Sind in beiden Richtungen je drei Fäden zum Kreuz geordnet, ist es ein Drillingsfadenkreuz. Ein mit vier, selten mehr, gekreuzten Fäden gebildetes Kreuz ist dann nicht mehr als Fadenkreuz zu beschreiben, sondern dann ist es ein Gitterkreuz. Senkrechte und als Andreaskreuz gelegte Kreuze kommen vor. Die Fäden werden in einer Tingierung dargestellt und sollen sich von der Feldfarbe abheben. Eine Bewinkelung ist mit allen gemeinen Figuren möglich.

Galerie

Wappenbilderordnung

Literatur

Walter Leonhard: Das große Buch der Wappenkunst, Verlag Georg D.W. Callwey, München 1978, ISBN 3-8289-0768-7

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.


Muster-Wappenschild-Info.png

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