Endrautenkreuz

Aus Heraldik-Wiki
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Endrautenkreuz
 
(gemäß (Siebmacher)
 
(gemäß WBO, Nr. 0337)
1886: Endrautenkreuz
(im Wappen von Alois Weiß von Starkenfels; nach seinem Stammbuch/Album amicorum)

Endrautenkreuz (auch endrautenförmiges Kreuz, endgewürfeltes Kreuz, Endwürfelkreuz genannt; frz.: croix retranchée; engl.: cross each arm terminating in a fusil) ist in der Heraldik ein Kreuz, dessen vier Kreuzarmenden in Rauten oder Kantenwürfel ausgezogen sind.

Das Endrautenkreuz wird in der heraldischen Literatur unter anderem den Sonderformen Kreuz zugeordnet oder den Heroldsbildern (wenn das Endrautenkreuz bis zu den Schildrändern reicht) respektive den gemeinen Figuren (wenn es nicht bis zu den Schildrändern reicht, es also schwebend im Wappen erscheint).

Darstellung

Solange nichts anderes gemeldet ist, steht es dem Wappenkünstler frei, die Enden eines Endrautenkreuzes eher rauten- oder eher kantenwürfelförmig zu gestalten (je nachdem, welche Form der Gesamtharmonie eines Wappens zuträglich ist). Wird die Form des Endrautenkreuzes in der Wappenbeschreibung genauer spezifziert, ist der Wappenkünstler an die Vorgaben des Blasons gebunden.

Endrautenkreuz (Tafel VI. Figur 28.): ist ein Kreuz, dessen 4 Arme in Rauten endigen.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Varianten

Kugel-/Perlenbesetztes Endrautenkreuz

Teilweise wird das Endrautenkreuz mit Kugeln/Perlen verziert. Eine derartige Verzierung ist zu melden.

Wappenbilderordnung

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.
  2. Wappenbeschreibung: „Von Grün und Rot durch drei Wellenleisten, die äußeren silbern, die mittlere rot, erniedrigt geteilt; oben ein silberner Mühlstein mit einem goldenen, anstoßenden Endrautenkreuz in der grünen, quadratischen und auf der Spitze stehenden Höhlung. “