Gegenzinnenkreuz

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Gegenzinnenkreuz / Leiterkreuz (gemäß WBO, Code 0312)
Illustrationsbeispiel: Gegenzinnenkreuz

Das Gegenzinnenkreuz (auch Vielkrückenkreuz, Leiterkreuz genannt; frz. croix bretessée; engl.: cross bretessy) ist in der Heraldik eine Wappenfigur, die in Form eines gemeinen Kreuzes erscheint, dessen Begrenzungslinien aus Gegenzinnen bestehen.

Das Gegenzinnenkreuz wird in der heraldischen Literatur oft den Heroldsbildern oder den Sonderformen Kreuz zugeordnet.

Darstellung

Teilweise differenziert die heraldische Literatur zwischem einem Gegenzinnenkreuz und einem Leiterkreuz, teilweise setzt sie diese beiden Kreuzformen gleich. Im Allgemeinen reichen bei einem Gegenzinnenkreuz die Kreuzarme bis in die Schild-/Feldränder; erscheint dagegen das Gegenzinnenkreuz als schwebende Wappenfigur (die Arme des Motivs berühren nicht die Schildränder), sollte man dies melden (zum Beispiel mit dem Ausdruck „Leiterkreuz“, „verstutzes Gegenzinnenkreuz“ oder ähnlichem).

Gegenzinnenkreuz (Tafel V. Figur 101.): ist ein Kreuz, dessen Arm-Begrenzungslinien beiderseits in sich gegenüberstehenden Zinnen verlaufen;

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Leiter (oder Vielkrücken)-Kreuz (Tafel VI. Figur 22.): ist ein Krückenkreuz, an dessen Arme mit 2 oder mehr Querstäben versehen sind und demgemäß einzeln den Eindruck von Leiterbäumen machen.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]


Wappenbilderordnung

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.