Silvester Petra Sancta

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Leseprobe

Silvester Petra Sancta (auch Sylvester Petra Sancta, Petrasancta, italienisch Padre Silvestro da Pietrasanta genannt; Pseudonym: Coelius Servilius, Caelius Servilius; * 1590 in Rom; † 6. [oder 3.] Mai 1647 ebenda) war ein italienischer Jesuit, Priester und Heraldiker.

Leben

Über das frühe Leben des römischen Jesuiten Silvester Petra Sancta ist wenig bis gar nichts Gesichertes bekannt. Er wurde am 31. Dezember 1608 in das Noviziat der Gesellschaft JesuW-Logo.png aufgenommen. Später war er Beichtvater von Kardinal Pier Luigi CarafaW-Logo.png (1581-1655), der aus einer angesehenen neapolitanischen Familie stammte. Als Pier Luigi Carafa zwischen 1624 und 1634 Nuntius in Köln war, begleitete ihn Petra Sancta.

Zu dieser Zeit litten viele Landstriche Europas unter den Geschehnissen des Dänisch-NiedersächsischenW-Logo.png (1623-1629) und des Schwedischen KriegsW-Logo.png (1630-1635). Petra Sancta beschränkte seine Tätigkeiten nicht auf Köln, sondern war auch im nahen, heute belgisch-niederländischem Kulturraum präsent. In Lüttich lieferte er 1626 eine lateinische Übersetzung einer Bellarmin-BiographieW-Logo.png ab[1]; in Antwerpen gab er 1631 eine Schrift von Edmund CampionW-Logo.png heraus[2]. In Köln kämpfte Petra Sancta mittels Predigten und religiösen Diskussionen gegen den wachsenden Protestanismus. In seinem Werk Notae in epistolam Petri Molinaei ad Balzavm, das 1634 erschien, greift er die protestantischen Ideen des französischen Hugenotten-Theologen Pierre Du MoulinWp France moderne.png (1568-1658) und des französischen Schriftstellers Jean-Louis Guez de BalzacWp France moderne.png (1594-1654) an.

Nach eigenen Angaben und nach Seyler betrieb er während seines Aufenhalts in Köln und im belgisch-niederländischem Raum Studien für seine Werke und beschäftigte sich dabei mit dem sogenannten Alten Siebmacher, der später ein heraldische Standardwerk wurde:

„So hat Sylvester Petra Sancta seine Kenntisse heraldischer Formen und Bilder wesentlich dem alten Siebmacher zu verdanken (..) Silvester Petra Sancta erzählt, dass er für sein Werk in Deuschland und Belgien Vorstudien gemacht habe und wir erkennen auf den ersten Blick, welch' eine Fülle von Material er aus dem Sibmacher'schen Wappenbuche geschöpft hat (..)“

Nach der Zeit in Köln war er erst Rektor des Kollegs in Loreto, später ließ er sich in Rom nieder. Dort veröffentlichte er 1638 seine heraldische Abhandlung über Geschlech­ter­wappen. Am 9. Mai 1643 wurde er zum apostolischen VisitorW-Logo.png des PiaristenordensW-Logo.png ernannt. Als Ergebnis seiner kritischen Visitation, reduzierte Papst Innozenz X.W-Logo.png in seinem BreveW-Logo.png Ea quae pro felice vom 16. März 1646 den Piaristenorden in eine „Genossenschaft ohne Gelübde“, die den Ortsbischöfen unterstellt war. Zehn Jahre später (1656) wurde der Orden rehabilitiert beziehungsweise zu einer „Congregatio saecularis“ und 1669 noch weiter erhoben („Orden mit feierlichen Gelübden“).[4]

Werk

Petra Sancta ist nach Seyler und Oswald einer der „Lehrmeister der Wappenwissenschaft“ beziehungsweise „der deutschen Heraldik“:

„Wenn man von der Geschichte des Wappenwesens absieht und überhaupt die Zeitumstände berücksichtigt, so darf man sagen, dass Petra Sancta unseren Gelehrten ein trefflicher Lehrmeister der Wappenwissenschaft gewesen ist (..)“

Gustav Adelbert Seyler (1885-1890)[3]

„Petra Sancta, Silvester (..) einer der Lehrmeister der deutschen Heraldik (..)“

Gert Oswald: Lexikon der Heraldik (1984)[5]

Petra Sanctas wirkte nach Seyler[3] und Oswald[5] im Wesentlichen dadurch,

  • dass er andere lehrte, „das Wesen des Wappens zu erkennen“.
  • dass er anderen vermittelte, die Substrate der Wappen „einer wissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen“.
  • dass er eine systematische Gliederung der Wappendarstellungen gab, die eine unerlässliche Vorbedingung für die Entwicklung einer einheitlichen heraldischen Kunstsprache war.
  • dass er heraldischen Regeln sammelte, die er als „Heroldgesetze“ (lateinisch leges fecialium) bezeichnete.
  • dass er auf Regeln aufmerksam machte, die beim Entwurf von Wappen zu beachten sind.

Heraldisches Schraffursystem nach Petra Sancta

Schraffursystem für die sechs heraldischen Farben
 
als Tabelle in Kartuschenform
 
Beschreibung
(1634: nach De symbolis heroicis)

In der Literatur wird vor allem Petra Sanctas Leistung hervorgehoben, ein Wegbereiter eines einheitlichen heraldischen Schraffursystems für die Darstellung von monochromen Wappen zu sein. Grundprinzip des Systems ist es, für jede heraldische Farbe eine bestimmte Schraffur zu verwenden. In seinem Werk De Symbolis Heroicis, Libri IX aus dem Jahre 1634 veröffentlicht Petra Sancta eine Beschreibung des Schraffursystems und eine Schraffurtabelle für die sechs heraldischen Farben in Kartuschenform, wobei das vorgestellte System im Werk selber nicht angewendet wird. Beispielsweise werden die Carafa-Wappen in dem Werk nicht ausschließlich mit vertikalen Linienschraffuren (für Rot) dargestellt, sondern teilweise durch

HerbSzrafirunekCzarny.svg abwechselnd vertikale und horizontale Linien (= Schwarz)
HerbSzrafirunekCzerwony.svg vertikale Linien (= Rot)
HerbSzrafirunekNiebieski.svg horizontale Linien (= Blau)
Keine Anwendung eines heraldischen Schraffursystems
(Wappen und Stammbaum derer von CarafaW-Logo.png)
 
 
 
Die Schraffuren dienen hier dazu, die Motive plastischer (räumlicher), mit Grauwerten oder mit Schattierungen darzustellen.
(1634: nach De symbolis heroicis)

Nach den Daten aus dem Plantin-Moretus-Archiv wurden die Kupferstiche des Werks De Symbolis Heroicis zunächst von Künstlergraveuren im Dienste der Jesuiten angefertigt. Zwischen Dezember 1631 und Juni 1634 wurden sie von André Pauwels (Andries Pauli, 1600-1639) für Batlhasar MoretusW-Logo en.png (1574-1641) überarbeitet. Das allegorische Titelblatt des Buchs, bei dem der Gott Merkur die Künste symbolisiert, wurde von RubensW-Logo.png entworfen. Die Erläuterung der erwähnten Gravur befindet sich auf Seite 480 des Buches. Petra Sancta charakterisiert das Titelblatt des Werks im Schluss als Ausdruck der Kraft der emblematischen Art der Illustration. Das Buch enthält auch das Porträt von Kardinal Pier Luigi Carafa, das 1632 von Michel NatalisKung von ungarn.jpg (* 1610 in Lüttich; † 1668 ebenda) gestochen wurde.

Erst im Jahre 1638 wird in Petra Sanctas Werk Tesserae gentilitiae das von ihm 1634 für sechs Farben vorgestellte heraldische Schraffursystems angewendet (erweitert um Purpur, als siebte Farbe).

„(Nach Jakob Francquart) hat der Jesuit Silvester a Petra Sankta in seine „Tesserae gentilitiae“, Rom 1638, diejenige Art Schraffierung angewendet, welche bald darauf überall angenommen und noch heutzutage üblich ist. Nach dieser Farbenbezeichnung (..) wird Rot mit senkrechten, Blau mit waagerechten, Schwarz mit gekreuzten Strichen bezeichnet. Für Grün hat man Schräglinien, welche vom vorderen Obereck zum hinteren Untereck gehen, für Purpur ebensolche Schräglinien, doch gerade entgegengesetzt dem Grün, nämlich vom hinteren Obereck zum vorderen Untereck. Gold bezeichnet man durch Besäung mit Punkten, Silber durch Leerlassung des Platzes.“

Otto Titan von Hefner (1861)[6]
 
Rot
 
Blau
 
Schwarz
 
Grün
 
Gold
 
Silber
 
Purpur

Erstaunlichweise ist sein Schraffurssystem von 1634/1638 identisch mit dem von Marcus Vulson de la Colombière aus dem Jahr 1639.[7]

„(..) Von einigen wird er für den Erfinder der heute noch gebräuchlichen, dem Franzosen Colombiere zugeschriebenen heraldischen Schraffierung angesehen, da er diese bereits 1638 verwendete.“

Gert Oswald: Lexikon der Heraldik (1984)[5]

Aus diesem Grund beschuldigte de la Colombière Silvester Petra Sancta auf Seite 37 seines Werks Le vrai Théâtre d'honneur (1644), seine Methode im wahrsten Sinne des Wortes „abkupfert“ zu haben und in seinem Werk von 1638 „falsch“ zu veröffentlichen (ein Jahr bevor de la Colombière das gleiche Schraffursystem veröffentlichte).[8]

Offen ist, ob das heraldische Schraffursystem eine originäre Idee des Petra Sancta ist, oder nicht. Einiges spricht dafür, dass Petra Sancta die Idee für sein eigenes heraldisches Schraffiersystem aus den bestehenden Schraffierungsmethoden der niederländisch-belgischen Kupferstecher und Graveure entwickelte. Möglicherweise kannten jene Kunsthandwerker, die im Auftrag der Jesuiten beziehungsweise von Petra Sancta dessen Werk betreuten, die Wappen-Schraffursysteme von Jan Baptist Zangrius und Jacob Francquart, die in den Jahren 1600 und 1623 entwickelt wurden, also Jahre vor den Schraffursystemen von de la Colombière und Petra Sancta. Den praktischen Nutzen einheitlicher oder ähnlicher „heraldischer Schraffuren“ für Wappen in unterschiedlichen Werken sollten die Kupferstecher im Prinzip vor ihren Auftraggebern erkannt und von Handwerker zu Handwerker weitergereicht haben; womöglich erörterten die jeweiligen Kupferstecher mit ihren Auftraggebern die Vor- und Nachteile bestimmter Wappenschraffuren und Zangrius, Franquart, Petra Sancta und Colombière „erfanden“ nicht etwas Neues, sondern verallgemeinerten in ihren Werken lokale und zeitgenössische Wappenschraffurtechniken bestimmter Kupferstecherzünfte.

 
Schraffursystem von Gelenius (De admiranda sacra et civili magnitudine Coloniae... Köln, 1645. S. 121)
 
1639: Beispiel für ein Wappen, welches nach dem Schraffursystem von Petra Sancta gedruckt wurde (Herausgeber Francesco Corbelletti)

Diese Annahme wird durch den Umstand gestützt, dass der Kölner Geistliche und Historiograph Aegidius Gelenius in einem Werk aus dem Jahr 1645 ein Schraffierungsystem benutzt, welches nur an zwei Stellen mit dem System von Petra Sancta identisch ist -- und dass, obwohl die beiden Männer sich mehrmals in Köln getroffen hatten und Petra Sankta auf Aegidius Gelenius Einfluß ausgeübt hatte.

Der römische Verleger von Petra Sancta, Francesco CorbellettiKung von ungarn.jpg, verlegte 1639 ein Werk des Autoren Francesco Liberati Romano, auf dessen Titelblatt bereits ein Jahr nach dem Erscheinen des heraldischen Schraffursystems von Petra Sancta ein Wappen mit dieser Schraffur erscheint.[9] Wenn man bedenkt, wie viel Zeit für die Vorbereitung der Kupferstiche und die Genehmigung durch die Zensur benötigt wird, ist es wahrscheinlich, dass Corbelletti das Schraffursystem von Petra Sancta bereits vor 1638 kannte (womöglich aus Petra Sanctas früherem Werk von 1634).

Schriften (Auswahl)

Iter Fuldense

  • Iter Fuldense illustrissimi ac reverendissimi Petri Aloysii Carafae Episcopi Tricaricensis, atque Apostolici Nuncij, in quo Periocha Historiae, Visitatio, & Reformatio Celeberrime Abbatiae S. Salvatoris Civitatis Fuldensis continetur / Caelius Servilius [zum Beispiel Silvestro Pietrasanta] Perillustri Dominon Roberto Canonico Patritio Ferrariensi dicat. Leodii (Lüttich). 1627. (Google)

Notae in epistolam Petri Molinaei ad Balzavm

  • Silvestri Petrasanctae Romani Soc. Iesv theologi: Notae in epistolam Petri Molinaei ad Balzavm, cum responsione ad haereses, errores & calumnias eius, ac vindiciis urbis Romae & Pontificis Romani. Antverpiae (Antwerpen). 1634. (Google)

De Symbolis heroicis

1634: Titelseite von Petra Sanctas De Symbolis heroicis
Petra Sancta, Silvester: De Symbolis heroicis. dt.: „Über die heroischen Symbole“; Libri IX. Avctore Silvestro Petrasancta Romano E. Soc. IESV. An. Antwerpen
.
Jahr
1634
2011 Reprint: Nabu Press. ISBN 1175977608
2016 Wentworth Press. ISBN 1361795654

Oratio funebris

  • Oratio funebris Silvestri Petrasanctae Romani è Societate IESV habita ad Urbanum VIII Pont. Max. dum iusta Exequiarum Ferdinando II. (Austriaco electo) imperatori persolverentur. Romae (Rom), typis Francisci Corbelletti. 1637. (Google)

Tesserae gentilitiae

1638: Fontispiz, Petra Sancta, Tesserae gentilitiae
Petra Sancta, Silvester: Tesserae gentilitiae. dt.: „Geschlechterwappen“; A Silvestro Petra Sancta. Romano Societatis IESV. Ex legibus Fecialium desriptæ.
Romae Typis haered[um] Francisci Corbelletui Supior pmissu. Rom
(Kupferstich-Titelbild von Matthaus GreuterW-Logo en.png nach Francesco RomanelliWp France moderne.png. Manche Ausgaben mit ganzseitig, gestochenem Wappen und Porträt von Taddeo BarberiniMuster-Kreuz-inv.png, Präfekt von Rom, dem das Werk gewidmet ist. Kopf- und Saitenhalter, Initialen. 678 Seiten. Herausgegeben von Francesco CorbellettiKung von ungarn.jpg. Sprache: Lateinisch; Französisch; Italienisch).
Jahr
1638
2010 Reprint: Silvestro Pietrasanta: Tesserae gentilitiae. In: Ars heraldica monumenta. Band 3. Edizioni Orsini De Marzo, Milano 2010, ISBN 88-7531-079-3.

Caluinianus verbero [..]

  • Caluinianus verbero et in eum vindiciae vapulares hoc est necessaria defensio / Siluestri Pietra Sanctae ... ; in Andreae Riueti haeretici librum qui inscribitur iesuita Vapulans quae est simul altera defensio Romanae Ecclesiae, ac Pontificis Romani. 1639. (Madrid; Google)

Breve esplicatione [..]

  • Breve esplicatione delle litanie della Beatissima Vergine. Rom. 1643

Thaumasiae verae religionis contra perfidiam sectarum

Nach dem Katalog der ungarischen Jesuitenbibliothek veröffentlichte er am Ende seines Lebens ein weiteres Werk, von dem Teile postum erschienen.

Petra Sancta, Silvester: Thaumasiae verae religionis contra perfidiam sectarum. A Silvestro Petrasancta. Romano Societatis IESV. In mehreren Bänden. Typis Vitalis Mascardi, Romæ (Rom) – (1643-1655).
Band Jahr
Band I. 1643
Band II. 1646
Band III. 1655

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Johann Friedrich Gleditschens seel. Sohn: Compendiöses Gelehrten-lexicon, darinne die Gelehrten aller Stände so wohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfang der Welt bis auf iessige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht, nach ihrer Geburt, Absterben, Schrifften, Leben und merckwürdigen Geschichten. Band2. 1733. Spalte 587 f. (Google)

Einzelnachweise

  1. Jacobus Fuligattus, Silvester Petra Sancta: Vita Roberti Bellarmini Politiani e Societate Iesv S.R.E. Presbyteri Cardinalis Archiepiscopi Capuae Fidei Propvgnatoris. Leodii, 1626. Übersetzt von Petra Sancta, nach einem Original in italienischer Sprache von J. Fuligatto (1577-1653).
  2. Edmund CampionW-Logo.png; Silvester Petra Sancta (Hrsg.): Decem rationes propositae in causa fidei, et opuscula eius selecta. [..] Antwerpen. 1631. (Google)
  3. 3,0 3,1 3,2 Seyler, Gustav Adelbert: Geschichte der Heraldik. Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft. In: J. Siebmachers großes Wappenbuch. Band A. Repgrografischer Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1885-1889 (1890). Neustadt an der Aisch. 1970. S. 549, S. 587 f.
  4. Johannes Günter Gerhartz: Insuper promitto ... : Die feierlichen Sondergelübde katholischer Orden. In: Analecta Gregoriana. Vol. 153. Series Facultatis iuris canonici. Sectio B. N. 19. Rom 1966. S. 43
  5. 5,0 5,1 5,2 Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1984, ISBN 3-411-02149-7, S. 302 f. (Digitalisat [abgerufen am 29. Februar 2020]).
  6. Hefner, Otto Titan von: Handbuch der theoretischen und praktischen Heraldik. Weißenburg, Nordgau. 1861. S. 47
  7. Marcus Vulson de la Colombière: Recueil de plusieurs pièces et figures d'armoiries obmises par les autheurs qui ont escrit jusques icy de cette science, blasonnées par le sieur Vulson de La Colombière,... suivant l'art des anciens roys d'armes, avec un discours des principes et fondemens du blason, et une nouvelle méthode de cognoistre les métaux et couleurs sur la taille-douce. Paris, 1639. (Google)
  8. Colombière schreibt 1644 in dem Werk Le vrai Théâtre d'honneur, S. 37:

    „Et afin que le Lecteur se satisfasse entierement, ie luy presente les deux metaux, les cinq couleurs, & les deux pennes graués en la page suiuante, & luy fais voir l’inuention de laquelle ie me suis seruy au premier liure de blazon, que ie fis imprimer pour connoistre les metaux & les couleurs par la taille douce, laquelle a ésté imitée & practiquée par le docte Petra Sancta, au liure intitulé, Tessera gentilitia, qu’il a composé en Latin, & fait imprimer à Rome; Aupaurauant l’on se seruoit des lettres capitales des metaux, & des couleurs pour les denoter, mais cela enlaidissoit l’armoirie, & apportoit de la confusion, & tout au contraire ceste inuention remplit & ombrage les pieces bien mieux qu’elles n’estoient auant qu’on la practiquât; & contente la veuë auec plus d’agréement: Et il seroit necessaire que d’ores-en-auant tous les graueurs d’vn commún consentement se seruissent de ceste methodo, & la practiquassent inuiolablement lors qu’ils grauent des Armoiries en des lieux où l’on ne peut dechiffrer leurs blazons, ny exprimer leur émail. L’or est pointillé; l’argent est sans aucune haschure: car denotant le blanc, l’on ne sçauroit le mieux faire connoistre, qu’en n’y faisant rien du tout; l’Azur est hasché en fasce; le gueules en Pal, le Synolpe en bande, le Sable est hâché doublement, & le Pourpre en barre, les deux pennes ou fourrures sont assez connoissables par tout; Si bien que sans peine, sans enluminure, sans charger sa memoire, & sans beaucoup embarrasser son esprit, l’on pourroit connoistre l’émail de toutes les Armoiries, pourueu qu’on se rende ceste table familiere. I’ay practiqué cela dans la plus grande partie de celles qui sont grauées dans ce liure, y en ayant pourtant beaucoup, & particulierment à celles où il y a des animaux, où ie me suis contenté de faire simplement le trait, afin que ceux qui desireront de les enluminer, lepuissent faire auec moins de peine & d’incommodité“

  9. Francesco Liberati Romano; Francesco CorbellettiKung von ungarn.jpg (Hrsg.): La perfettione del cavallo: libri tre ; Et insieme dell'arte di cavalcare ; di Senofonte ; tradotto dal greco nel nostro idioma italiano. Rom. 1639. (Google)
Muster-Kolbenkreuz.png

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