Heinz Ritt

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Wappen der Familie Ritt
Spezielle Schild­form, mit der Ritt Wappen aufriss.

Heinz Ritt (* 30. Dezember 1918 in Neukrug, Pommern; † 31. Mai 2010) war ein deutscher Heraldiker.

Leben

Heinz Ritt war zunächst (1946-49) als PorzellanmalerW-Logo.png in einer kleinen Fabrik in Bad Nauheim tätig. Nach der Schließung der Keramikfirma arbeitet Heinz Ritt als Verwaltungsangestellter und nebenher als freischaffender Kommunal- und Familienheraldiker in Hessen. Sehr schnell erwarb er sich einen guten Ruf und entwarf als freier Mitarbeiter der drei hessischen Staatsarchive über 1000 Wappen, Flaggen und Siegel. Er gilt als Schöpfer der neueren hessischen Kommunalheraldik.

Heinz Ritt war korrespondierendes Mitglied des renommierten heraldischen Vereins Herold e.V. in Berlin sowie Ehrenmitglied der Hessischen Familiengeschichtlichen Vereinigung e.V. Seit 1985 war er Mitarbeiter der Deutschen Wappenrolle.

Seine Wappenaufrisse zeichnen sich durch eine spezielle Schildform aus, bei der in den Ecken des oberen Schildrands rechts und links kleine ausgezogene Spitzen erscheinen und die Schildseitenränder durch unterschiedlich starke Linien mehr oder minder plastisch dargestellt sind. Mit diesen dekorativen, verspielten „Papier-Erfindungen“, die so etwas wie das Markenzeichen der rittschen Wappenaufrisse sind, wird die Dicke des Schildes angedeudet. Eine ursprüngliche Herkunft vom Kampfschild ist nicht nachzuweisen.

Werke

  • Zeichner
    • des Hessischen Wappenbuches (Ortswappen) mit ca. 1000 Kommunalwappen. Ein wegweisendes Werk für die Dokumentation kommunaler Heraldik in Deutschland
    • der Hessischen Wappenrolle (1951-1977)
    • der Wappen bürgerlicher Familien im Deutschen Geschlechterbuch (1955-1978)
  • weitere Publikationen im Rahmen der Kommunalwappenserien in der Frankfurter Rundschau (1958-1968).
  • Wappen der Familie Eisenhower (ehemaliger US-Präsident).

Familienwappen

Blasonierung:
„In Rot eine goldene Hausmarke, bestehend aus Schaft mit Fensterrautenoberteil und Göpelfuß, alles rechtschnittig. Auf dem rot-golden bewulsteten Helm mit rot-goldenen Decken ein blauer Kormoran, einen silbernen Fisch verschlingend.“[1]

Auszeichnungen

Ausstellungen

  • Heraldische Ausstellung im Hessischen Staatsarchiv Marburg mit Folgeausstellungen in Darmstadt und Wiesbaden

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 444 (664 S.).
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Heinz_Ritt“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 19. Juli 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.